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| 01:27 Uhr

Yados soll Energiezentrale werden

Roland Hein von Yados erläutert Oberbürgermeister Stefan Skora, Frank Hirche (MdL) und Bürgermeister Thomas Delling eine Station. Foto: Uwe Jordan
Roland Hein von Yados erläutert Oberbürgermeister Stefan Skora, Frank Hirche (MdL) und Bürgermeister Thomas Delling eine Station. Foto: Uwe Jordan FOTO: Uwe Jordan
Hoyerswerda. Hoyerswerda war zeits des Gaskombinates Schwarze Pumpe Energiestadt Nr. 1. Und könnte es bald wieder sein: werden die Vorhaben von Yados Wirklichkeit, entsteht hier die Zentrale eines Unternehmens, das Deutschland, die Schweiz, Österreich, Großbritannien, Italien und Osteuropa mit intelligenten maßgeschneiderten Lösungen in Sachen (Wärme-)Energie versorgt. Von Uwe Jordan

Ist es doch Hoyerswerda als europäische Mitte geographisch und mit Yados als fachlich-technologischem Spezialunternehmen geradezu vorbestimmt, eine solche Position auf dem Energiemarkt einzunehmen. Yados plant, baut, liefert und montiert Lösungen, bei der ein Blockheizkraftwerk vorrangig aus Rohstoffen wie Biogas Heißwasser erzeugt, das durch Rohrleitungen zu Yados-(Haus-)Stationen gelangt und von dort aus die eigentlichen Anlagen heizt. Standorte bis hin zur 15 000-Einwohner-Gemeinde können so mit Wärme versorgt werden. Yados hat bereits zwei Referenz-Gemeinden, die dank der Hoyerswerdaer Technik völlig energie-autark geworden sind. Die Yados-Auftragsbücher sind voll.

Yados-Betriebsleiter Jörg Wolf hatte daher Oberbürgermeister Stefan Skora, Bürgermeister Thomas Delling und Landtagsabgeordneten Frank Hirche zu einem Informationsbesuch in das Unternehmen geladen, das am 2. September 2009 seine Produktion aufgenommen hatte. Die Politiker waren von der geballten Darstellung dieses ersten Firmen-Jahres sogar ein bisschen überrascht: Der Hersteller von Blockheizkraftwerken, mobilen Heizcontainern, kompakten Heiz-Stationen von kühlschrankgroß bis Im-Megawatt-Bereich sowie von entsprechender Regelungstechnik hatte fast wie Apple begonnen - nur dass die Garage ein paar fast unausgestattete Büros im VSE-Gebäude an der Straße B Numero 8 im Hoyerswerdaer Industriegelände waren. Aus anfangs fünf Mitarbeitern sind seither 60 geworden.

Aber Yados will mehr: ein neues Bürogebäude bauen, um den Weg zur Werkhalle zu verkürzen, die Produktionsfläche (siehe unten) auf 4 600 m2 verdoppeln, die Belegschaft bis 2012 auf 120 Mitarbeiter aufstocken. Gelingt es, den strategischen Yados-Partner Hoval herzuholen (erklärtes Interesse ist da), wird für 3,5 Mio Euro hier dessen Firmenzentrale entstehen, von der aus Osteuropa für jene Art Energietechnik erschlossen werden soll.

Nur: Dazu braucht Yados rasch die genannte Erweiterung, denn “in diesem hochqualitativen Markt entscheiden Planungssicherheit und Lieferzeiten„, so Wolf. Schon jetzt werden Anlagen zum Teil vor der Halle montiert - im Herbst und Winter undenkbar ... Skora und Delling sagten zu, die Stadt wolle jede nur mögliche Unterstützung geben. Hirche erbot sich, Kontakte nach Polen zu knüpfen und regte an, auch in Hoyerswerda könnten Yados-Fernwärme-Lösungen eingesetzt werden, etwa im Zoo.