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Mieterfreude in Hoyerswerda
Mehr Sonne, Licht und Luft für Altstadt-Wohnungen

Wie hier an der Pestalozzistraße hat die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda in diesem Jahr insgesamt 45 neue Balkone nachgerüstet.
Wie hier an der Pestalozzistraße hat die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda in diesem Jahr insgesamt 45 neue Balkone nachgerüstet. FOTO: Carin Würz / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Hoyerswerda. Der nachträgliche Anbau von Balkonen bleibt für die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda ein wichtiges Thema. Jetzt konnten 45 neue Anbauten an glückliche Mieter übergeben werden.

„Die Hoyerswerdschen wollen einfach ihren Balkon“, sagt Steffen Markgraf leutselig. Sonne, Luft und Blumen direkt vor dem eigenen Wohnzimmer zu haben, wird für immer mehr Mieter ein wichtiges Kriterium, weiß der Chef der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda. Deshalb hat das größte Wohnungsunternehmen der Stadt in diesem Jahr zwei große Investitionen getätigt und an zwei Wohnblöcken in der Hoyerswerdaer Altstadt Balkone nachgerüstet und gleichzeitig die Fassaden aufgefrischt. Insgesamt 665 000 Euro sind in die Bauprojekte an der August-Bebel-Straße 17 a-c sowie an der Pestalozzistraße 4 d-f geflossen. 45 neue Balkone wurden in einer Aluminium-Lichtbeton-Konstruktion an die schon aus den 1950er-Jahren stammenden Wohnhäuser nachgerüstet.

Das Wohnungsunternehmen hat zusätzlich in einigen Leerstandswohnungen, die es in beiden Blöcken gab, Aufwertungen vorgenommen. „Und das ist ganz toll geworden“, freut sich Manuela Fritze. Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie erst vor zwei Wochen in die neue Wohnung an der Bebel-Straße 17 eingezogen und sehr glücklich mit den Bedingungen. Weil der alte Schornstein aus den Anfangsjahren aus den Räumen herausgerissen werde konnte, ist nun mehr Platz im Bad. Und der 4,25 Meter breite Balkon nach Süden verspricht herrliche Stunden der Erholung.

Genauso wie die 18 Mieter an der Bebel-Straße genießen auch 27 Mietparteien an der Pestalozzistraße seit Neuestem ihre zusätzliche Wohnfläche an frischer Luft - ihren neuen Balkon. Helga Barthold freut sich darüber nicht nur für sich, sondern auch für viele ältere Nachbarn, die nicht mehr so oft aus der Wohnung gehen. „Die können jetzt auf ihrem Balkon an der frischen Luft sitzen.“ Zugleich hat das Haus eine Fassadenauffrischung in schicken Farbkombinationen bekommen. Als Partner für die Planung und Organsiation des Bauhvorhabens hatte die Wohnungsgesellschaft das Büro Lienig & Baumeister Architekten Hoyerswerda sowie das Bauplanungsbüro Gumpert aus Wittichenau gewinnen können.

Alle neuen Balkone sind bereits standardmäßig mit fest montierten Blumenkästen ausgerüstet. „Das wird ab jetzt immer Standard sein“, kündigt Geschäftsführer Steffen Markgraf an. Damit soll ein einheitliches, optisch schöneres Bild der Fassade vorgeprägt sein, als wenn jeder Mieter eine andere Konstruktion daran befestigt. Und die Mieter können die Balkonkästen super einfach mit Pflanztöpfen nach eigenen Wünschen bestücken.