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| 01:05 Uhr

Wo die Bußgelder sinnvoll angelegt werden

Über den Besuch des Staatssekretärs des sächsischen Justizministeriums Dr. Stefan Franke und des Hoyerswerdaer Amtsgerichtsdirektors Friedrich Graf zu Stolberg beim Christlich-Sozialen Bildungswerk (CSB) schreibt Sven Pampel, Mitarbeiter beim CSB: Foto: Pampel

Bei einem Rundgang informierte sich Stefan Franke mit CSB-Geschäftsführer Peter Neunert bei den Mitarbeitern über die Aufgaben der einzelnen Bereiche. Anschließend führte Dr. Frankes Besuch in den zweisprachigen Kindergarten Panschwitz-Kuckau. Trotz der Hitze zeigten die Kinder in sorbischen Festkleidern und holländisch angelehnter Tracht ein mehrsprachiges Gesangsprogramm. Kindertagesstättenleiterin Petra Batschko informierte den Staatssekretär, dass diese Einrichtung auch Kinder betreut, die Entwicklungsschwierigkeiten haben. „Dazu bedarf es speziell geschulter Mitarbeiter“ , so Petra Batschko. Acht Mitarbeiter sind für 86 Kinder da. „Unsere Tagesstätte genießt bei den Eltern einen guten Ruf“ , so die Leiterin.
Das Ernährungs- und Kräuterzentrum im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau war Inspirationsquelle für Staatssekretär Franke. „Ich bin ein großer Gartenliebhaber“ , bekannte er. Im Rahmen des Projektes „Fachpraktika für Berufs- und Fachschüler aus den Republiken Polen und Tschechien“ , berichtete die Schülerin Marketa Tepla aus Liberec über ihre schulischen und beruflichen Ziele. Im vergangenen Jahr habe es ihr hier so gefallen, dass sie in diesem Sommer wiedergekommen sei.
Fachkundig ließ sich Dr. Franke schulische Projektta ges-Angebote von Cornelia Waurick erklären. Der durchgeführte Projektunterricht im Klosterbereich bietet die Möglichkeit, theoretisches Schulwissen praktisch anzuwenden, zu festigen und zu vertiefen.
Ein Besuch der Kinder- und Jugendfarm in Hoyerswerda stand ebenfalls noch auf dem Programm. Über die vielfältigen Freizeitangebote, die Kinder und Jugendliche dort nutzen können, informierte Farm-Mitarbeiter Uwe Baldauf. Auch die Anerkennung der Farm zum Archehof vor zwei Jahren war Thema. „Ein Archehof macht sich zur Aufgabe, vom Aussterben bedrohte Haustierarten zu schützen und zu züchten“ , führte Uwe Baldauf aus.
Richter Friedrich Stollberg vom Amtsgericht Hoyerswerda war neben Staatssekretär Franke ein weiterer Gast. „Ich will schauen, wo die Bußgelder hingehen“ , gab er Auskunft. Er wusste nun, was jugendliche Straftäter in dieser Einrichtung leisten.