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| 02:43 Uhr

Wladimir Kaminer trifft auf gesprächige Lübbenauer

Selfie mit Wladimir Kaminer, Models und Sarah Gwiszcz (Mitte), aufgenommen in ihrem Geschäft in der Neustadt.
Selfie mit Wladimir Kaminer, Models und Sarah Gwiszcz (Mitte), aufgenommen in ihrem Geschäft in der Neustadt. FOTO: 3sat/Christian A. Roeder
Lübbenau. Was haben das Allgäu, Thüringen, Offenbach, Nordfriesland und die Lausitz gemeinsam? In der fünfteiligen 3 sat-Sendereihe "Kulturlandschaften. Wladimir Kaminer in der deutschen Provinz" hat der Schriftsteller und Kolumnist, dessen Buch "Russendisko" eine Auflage von über einer Million hatte, eben diese fünf Regionen ein wenig erkundet. Daniel Preikschat

Der Lausitz-Teil mit Begegnungen Kaminers auch in Lübbenau lief bereits am Dienstag bei 3 sat und kann nun in der Mediathek des Senders angeschaut werden.

Wie Wladimir Kaminer in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am Dienstag ausführt, habe er sich besonders in Lübbenau mit den Menschen ungezwungen unterhalten können. Es seien spannende, informative Gespräche gewesen, schreibt er, mit Kanufahrern, Gurkenverkäuferinnen, Fischbrötchenanbietern und Modedesignern.

Ein von Kaminer in dem FAZ-Beitrag "Kanukapitän" genannter Mann etwa habe ihm im Spreewaldhafen erklärt, dass es im Biosphärenreservat angenehmer rieche als in Venedig.

Beeindruckt haben den Schriftsteller auch niedliche glänzende Mücken, mit denen Blusen und Röcke der Modesigner dekoriert waren. In Wahrheit seien die Tiere ja "große und gefährliche Wesen wie die Krokodile im Nil".

Sarah Gwiszcz, die Kaminer zusammen mit Models aus Lübbenau in ihrem Modegeschäft in der Lübbenauer Neustadt empfing und ein wenig mit der sorbischen Trachtenwelt vertraut machte, hat noch in Erinnerung: "Der war ganz locker."

"Fast überall im Westen" hingegen sei Kaminer mit dem Versuch gescheitert, sich ungezwungen zu unterhalten. In Wuppertal etwa, schildert er in dem FAZ-Beitrag, seien zwei ältere Damen so schnell vor ihm geflogen, dass ihre Pekinesen kaum hinterherkamen.

In Offenbach lief dem Filmteam ein Amerikaner hinterher und forderte, dass ihm Filmmaterial ausgehändigt wird.

Außer den Lübbenauern sind in dem Lausitz-Beitrag noch der Maler Hans Scheuerecker und Generalmusikdirektor Evan Christ aus Cottbus zu erleben sowie der Choreograf und Dokumentarfilmer Dirk Lienig aus Hoyerswerda.