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| 17:59 Uhr

Wittichenau
Wittichenau saniert Kriegerdenkmal

Das Kriegerdenkmal wird saniert.
Das Kriegerdenkmal wird saniert. FOTO: Stadtverwaltung Wittichenau
Wittichenau. Mit Fördermitteln soll das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges neu gestaltet werden. Von Anja Hummel

In diesem Jahr jährt sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Grund genug, um das Denkmal für die gefallenen Soldaten in Wittichenau instand zu setzen und wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu bringen. Das soll, so kündigt es die Stadtverwaltung an, mit Fördermitteln aus der Leader-Region Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft geschehen. Bereits seit mehreren Jahren ist dieses Sanierungsprojekt geplant, konnte jedoch aus finanziellen Gründen bislang nicht realisiert werden.

Die baulichen Maßnahmen werden Anfang Oktober beginnen und sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, informiert Wittiche­naus Bürgermeister Markus Posch. „Gemeinsam mit dem bereits vor zwei Jahren aufgearbeiteten Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten, welches sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet, sollen die Menschen immer wieder an die Grausamkeiten, den Hass und die Schrecken der beiden Weltkriege erinnert werden“, so Posch.

Das Kriegsdenkmal zu Ehren der gefallenen Wittichenauer im Ersten Weltkrieg zählt zu den Kulturdenkmälern im Freistaat Sachsen. 1921 wurde der damalige Pfarrer Krause aufgerufen, dieses Denkmal zu errichten, um das Andenken an die gefallenen Gemeindemitglieder in der Zukunft zu bewahren. Alle Gemeindemitglieder wurden gebeten, durch hohe Opfer das rühmliche Werk zu ermöglichen. Scheinbar erwies sich die Spendenfreude der Wittichenauer nicht so groß: So bat der damalige Bürgermeister Schmitz um finanzielle Unterstützung – und zwar aus den Vereinigten Staaten. Der Hilferuf kam an: Kurt Richter, ein Schäfer aus Brooklyn und Sohn des Wittichenauer Brauers Richter, sandte einen Scheck über 150 000 Mark zu. Eine Hälfte sollte der Kirche überwiesen, die andere Hälfte für das Denkmal verwendet werden. 1925 konnte das Denkmal in der heutigen Form fertiggestellt werden.