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| 12:47 Uhr

Gesucht und gefunden
Ranger gelingt Pilzfund seines Lebens

Stolz präsentiert Herbert Schnabel seine Veilchen-Rötelritterlinge während der Pilzausstellung an der Schwarzen Lache. Foto: T. Richter-Zippack
Stolz präsentiert Herbert Schnabel seine Veilchen-Rötelritterlinge während der Pilzausstellung an der Schwarzen Lache. Foto: T. Richter-Zippack FOTO: LR / Torsten Richter-Zippack
Kreba/Wittichenau. Herbert Schnabel stößt südlich von Lohsa auf den Veilchen-Rötelritterling. Von Torsten Richter-Zippack

(trt) Besonderes Pilzglück ist dem Biosphärenreservatsranger Herbert Schnabel zuteil geworden. Der Wittichenauer hat auf einer Wiese unweit der Lippitscher Teiche südlich von Lohsa mehrere Exemplare des Veilchen-Rötelritterlings gefunden. „Auf diese Art bin ich in den vergangenen 40 Jahren erstmals gestoßen. Quasi der Fund meines Lebens“, sagt Schnabel. Es handelt sich dabei um einen mild schmeckenden Speisepilz, der mitunter nach Veilchen riecht. Bestimmt hat der Ranger die Art mithilfe der Pilzsporen und durch Hinweise eines weiteren Pilzberaters.

Präsentiert wurden die Veilchen-Rötelritterlinge während der Pilzausstellung des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft im Rahmen des Abfischens der Schwarzen Lache bei Kreba-Neudorf. Sechs Mitarbeiter des Schutzgebietes hatten insgesamt 114 Arten zusammengetragen. Gesammelt wurde zwischen Daubaner Wald und Dubringer Moor.

Nach Angaben von Peter Ulbrich vom Reservat gibt es bereits seit rund vier Wochen Pilze. „Ungewöhnlich spät aufgrund der großen Trockenheit“, begründet der Fachmann. Die Sporengewächse müssten sich daher auf feuchte Stellen beschränken. Zudem gebe es kein massenhaftes Vorkommen wie im vergangenen Jahr, so die Einschätzung von Ulbrich.