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Hoyerswerda
Kampf um die verkaufsoffenen Sonntage

Hoyerswerda. Hoyerswerda hat im Jahr 2018 an vier speziellen Wochenenden geöffnet. Zudem gibt es drei Sonderfälle. Von Sascha Klein

Für Lausitz-Center-Manager Dieter Henke gehört Klappern zum Handwerk. Sein Center sollte im Gespräch sein, in Hoy­erswerda und im Umland. Denn: Nur ausreichend Kunden können für ausreichend Umsatz sorgen. Deshalb schaut Henke seit Jahren genau hin, wenn in Hoyerswerda über die verkaufsoffenen Sonntage diskutiert wird. Denn diese Sonntage sind in den allermeisten Fällen Umsatz-Bringer.

Im Jahr 2018 gibt es laut Stadtratsbeschluss insgesamt vier Sonntage, an denen in Hoyerswerda sowohl das Lausitz-Center als auch das Treff-8-Center, Globus, Expert und die Händler in der Altstadt öffnen dürfen. Das sind die Sonntage des Ostermarkts (11. März), des Stadtfestes (9. September), des Adventsmarkts (2. Dezember) und des Teschenmarkts (16. Dezember). Dieter Henke ist daran interessiert, dass es die Stadt Hoy­erswerda auch weiterhin so handhabt, diese verkaufsoffenen Sonntage zuzulassen. „Das Lausitz-Center will keine Öffnungszeiten um jeden Preis“, sagte Henke kürzlich im Stadtrat. Doch spezielle Sonntags-Öffnungen müssten weiterhin möglich sein. Denn: „Die Situation im Einzelhandel spitzt sich immer weiter zu“, so der Lausitz-Center-Chef. „Die Bevölkerungszahl stagniert, der Wettbewerb wird immer härter.“ Das bedeutet: Die „Einkaufstempel“ streiten um die Kunden. Die Konkurrenz sei zudem um die Ecke. Henke nennt mit Bautzen und Cottbus nur zwei. Auch die Landeshauptstadt Dresden ist nur gut 60 Autominuten von Hoy­erswerda entfernt. Dieter Henke hat die bundesweite Diskussion um immer ausuferndere Öffnungszeiten und die Interessen der Angestellten verfolgt. Er sagt: „Wir sind überzeugt, mit unseren Wünschen nicht zu übertreiben.“ Zudem gebe es für die Beschäftigten Freizeitausgleich und in vielen Fällen attraktive Zuschläge, so Henke weiter. Einer der härtesten Konkurrenten für das Lausitz-Center ist jedoch weder in Bautzen, noch in Dresden oder Cottbus. Der Konkurrent Nummer eins ist inzwischen in jedem Wohnzimmer: das Online-Shopping. „Das Internet bedroht auch den städtischen Einzelhandel“, sagt Henke. „Denn dort gibt es keinen Ladenschluss.“ Auch deshalb sei es für Hoyerswerda nötig, Sonntags-Termine anzubieten. Zu den vier allgemeinen ­Sonntagsöffnungen kommen drei dazu: Am 11. Februar darf Hoffmann-Möbel aufgrund des 120. Firmengeburtstags öffnen, am 3. Juni öffnen die Altstadt-Händler anlässlich des 3. Altstadtzaubers und am 4. November steht der Geburtstag „50 Jahre Centrum-Warenhaus“ an. Dann ist nur das Lausitz-Center geöffnet.