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| 16:49 Uhr

Fortschritt in Tarifgesprächen
Einmalzahlung für Accumotiv-Mitarbeiter in Kamenz

 Der Standort des Unternehmens Deutschen Accumotive GmbH & Co. KG in Kamenz ist in den vergangenen Jahren ausgebaut worden.
Der Standort des Unternehmens Deutschen Accumotive GmbH & Co. KG in Kamenz ist in den vergangenen Jahren ausgebaut worden. FOTO: Accumotiv Kamenz
Kamenz/Bautzen. Die Tarifverhandlungen bei Accumotive in Kamenz gehen voran. Eine Einmalzahlung von 1000 Euro für die Mitarbeiter ist am Freitag vereinbart worden. Im Forderungskatalog der Industriegewerkschaft (IG) Metall steht noch die 35-Stunden-Woche.

Die ersten Zwischenergebnisse der Tarifverhandlungen bei Accumotive in Kamenz stehen: Nachdem die Tarifkommission sowie die Gesellschafter der Arbeitgeberseite dem Ergebnis zugestimmt haben, gibt es nun für die Kollegen am Standort des Batterieherstellers eine Einmalzahlung in Höhe von 1000 Euro.

Bereits ab Januar 2020 soll eine 60-prozentige Differenz des Entgelts zum Entgelttarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie Sachsen auf das derzeitig vorhandene Entgelt aufgezahlt werden. Ebenfalls sollen bis Anfang nächsten Jahres alle Stellen in das Entgeltrahmenabkommen Sachsen zugeordnet sein. Vorausgegangen war hier ein gemeinsamer Eingruppierungsworkshop der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite. Damit stehen die ersten Meilensteine für die Einführung der von der IG Metall geforderten Flächentarifverträge fest. Weiterhin steht die Einführung der 35-Stunden-Woche im Forderungskatalog der Gewerkschaft.

Die Zwischenergebnisse standen unter einem Gremienvorbehalt. Sie wurden bereits am 14. Mai in Kamenz verhandelt. Gemeinsam mit der IG Metall gab es unter den Beschäftigten eine Petition. Es wurden mehr als 1200 Unterschriften gesammelt, um den eigenen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Für weitere Verhandlungen sind bereits Termine anberaumt.

Nicole Löffler, Mitglied der Verhandlungskommission, sagt: „Ich bin stolz, dass wir innerhalb eines Jahres solch eine starke Bewegung starten konnten. Mit dieser Stärke in der Belegschaft konnten wir bereits unsere Forderungen im Workshop zur Eingruppierung durchsetzen.“

 Jan Otto, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ostsachsen.
Jan Otto, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ostsachsen. FOTO: dpa / Jens Trenkler

Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen und einer der Verhandlungsführer, erklärt: „Wir sind in dieser Verhandlungsrunde einen sehr wichtigen Schritt nach vorn gekommen und konnten ein gemeinsames Verständnis der Arbeitsplätze und deren Einordnung entwickeln. Mit der Einmalzahlung gibt es für die Kollegen jetzt erst einmal etwas auf die Hand, Ausdauer und Durchsetzungsstärke müssen belohnt werden. Jetzt heißt es nicht nachlassen, denn die Flächentarifverträge der IG Metall in Sachsen bleiben unstrittig unser Hauptziel in den Verhandlungen.“

(kw)