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Kommentar
Winterspaß als Verwaltungsakt

Catrin Würz
Catrin Würz FOTO: LR
Eine gewisse Zeit hatte sich das Rathaus in Hoyerswerda stets mit der Antwort gewunden, wenn bei den passenden Witterungsbedingungen in der Stadt sofort der Wunsch nach einer Spritzeisbahn laut wurde. Nun ist es heraus: Aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen wird die Stadt auch in Zukunft für die Herstellung einer solchen Eisfläche keine Kraft haben.

Es war wohl offensichtlich nicht zu klären, wer die Gesamtverantwortung für das Projekt trägt, wer die Versicherung übernimmt und wer die Kosten für den technischen Aufwand und die tägliche Betreuung übernimmt, wer für Toiletten, Sitzmöglichkeiten oder Getränke sorgt.

Wie sich an diesen Fragestellung erkennen lässt: Die Spritz eisbahn ist in Hoyerswerda zum komplizierten Verwaltungsakt geworden, der in der großen Stadt nicht zu stemmen ist.

Wie immer ist im dörflichen Umland alles ein bisschen einfacher: Hier krempeln einfach ein paar Einwohner die Ärmel hoch und ziehen am selben Strang, damit Kinder und Enkelkinder im Winter ihren Spaß haben. Schade, dass solcher Gemeinsinn in der großen Stadt nicht mehr möglich zu sein scheint.