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Lausitzer Seenland
Windpark mit Energielehrpfad geplant

Sabrodt. Am Sabrodter See könnten drei neue Riesenwindräder entstehen. Darüber hinaus ist ein Lehrpfad geplant. Von Torsten Richter-Zippack

Bis zu 240 Meter hoch sollen die drei neuen Windtürme südlich von Sabrodt werden. Die Rotoren bringen es auf einen Durchmesser von bis zu 150 Meter. Das plant zumindest die Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co. KG (UKA) aus Meißen. Zum Vergleich: Der Berliner Fernsehturm misst 368 Meter in der Höhe, sein Dresdener Pendant immerhin 252 Meter. Die Windräder könnten eine Leistung von rund vier Megawatt erzeugen, sagt UKA-Teamleiter Frank Buchholz.

Die avisierte touristische Nutzung des Sabrodter See und die Windkraftanlagen schlössen sich nicht gegenseitig aus. Stattdessen, so erklärt Buchholz, würden sie sich gegenseitig befruchten. So könne sich sein Unternehmen einen Erneuerbaren-Energie-Lehrpfad vorstellen. Dort werde unter anderem erläutert, wie der Windstrom in die Steckdose gelange. Zudem gebe es Fakten zum Stromnetz und zum geplanten Netzausbau in Deutschland. Ein solcher Energielehrpfad wäre einer der ersten seiner Art in der Lausitz. Entsprechende Vorstellungen lägen der Gemeinde Elsterheide bereits vor.

Der Elsterheider Bürgermeister Dietmar Koark sieht das Windpark-Projekt bei Sabrodt eher skeptisch. Denn das von UKA beabsichtigte Gebiet sei bei den Gemeinderäten nicht gerade auf freudige Resonanz gestoßen. Die Kommunalpolitiker hätten sich lieber eine Vergrößerung des bereits bestehenden Windparks auf der Spreetaler Kippe gewünscht. Koark rechnet bald mit dem Entwurf der Planungsregion Oberlausitz/Niederschlesien zu den Eignungsgebieten zu künftigen Windparks. Dann wolle die Gemeinde erneut Stellung beziehen.