ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 21:55 Uhr

"Wille und Einsatz wichtiger als individuelle Klasse"

Die HSV-Frauen starten am Sonntag von Platz 9 in die Bezirksliga-Rückrunde. Im RUNDSCHAU-Interview wirft 1919-Trainer Enrico Paula einen Blick zurück und erklärt, wo der Frauenfußball steht. Mit Enrico Paula sprach Werner Müller/wml1

Herr Paula, wie lief die Hinrunde?
Nehmen wir die Spiele gegen die Top 3 raus, konnten wir mit allen Teams mithalten. Wir hatten meist mehr Spielanteile, doch häufig fehlte das Quäntchen Glück. Den größten Sprung in ihrer Entwicklung hat für mich Monique Schulz gemacht. Sie ist das perfekte Beispiel dafür, dass auf der Ebene, auf der wir Fußball spielen, Wille und Einsatz wichtiger als individuelle Klasse sind.

Gab es in der Winterpause Veränderungen im Kader?
Mit Elisabeth Köppen wird uns im April wieder eine Spielerin wegen ihres Studiums verlassen. Claudia Boran und Mara Pischel stehen aus gesundheitlichen Gründen weiterhin nicht zu Verfügung. Mit Therese Henschel und Julia Blümel haben sich zwei Neueinsteiger angeschlossen.

Gibt es eine klare Zielstellung für den weiteren Saisonverlauf?
Ja. Immer Spaß am Fußball zu haben und dass sich jede einzelne Spielerin fußballerisch weiter entwickelt.

Wie geht es weiter mit dem Frauenfußball beim HSV 1919?
Wir müssen alle und wirklich alle erkennen, dass die Bezirksliga das Limit ist. Unser Ziel sollte es sein, so lange wie möglich den Großfeldfußball im Frauenbereich zu erhalten. Das alleine ist schwer genug. Es ist in unserer Region schon im Jungenbereich schwer, in jeder Altersklasse eine Mannschaft aufzustellen. Jedes Mädchen, das Fußball spielen möchte, bekommt beim HSV die Chance dazu. Von der C- bis zur G-Jugend haben wir in jeder Altersklasse Mädchen integriert. Zudem behaupte ich, dass es für die Ausbildung der Spielerinnen viel besser ist, wenn sie so lange wie möglich zusammen mit Jungs trainieren und spielen.