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| 12:40 Uhr

Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide
Wildnisschule Stenz öffnet erst im September

Mit Gerüst und Dach, aber noch ohne Fenster und Türen präsentiert sich derzeit das Blockhaus der künftigen Wildnisschule.
Mit Gerüst und Dach, aber noch ohne Fenster und Türen präsentiert sich derzeit das Blockhaus der künftigen Wildnisschule. FOTO: Uwe Menschner
Königsbrück. Die Ausschreibung für Fenster und Türen musste wiederholt werden. Immerhin ist jetzt das Dach drauf. Für das Blockhaus wurden Fichten im Werdauer Wald geschlagen. Von Uwe Menschner

Die Inbetriebnahme der Wildnisschule Stenz verzögert sich geringfügig. War ursprünglich der Sommer dieses Jahres als Eröffnungstermin genannt worden, so soll die Zeremonie nach jetzigem Stand am 29. September erfolgen. Den Grund für die Verschiebung bildet laut Dr. Jürgen Stein, Leiter der Verwaltung des Naturschutzgebietes Königsbrücker und Gohrischer Heide, das unbefriedigende Ausschreibungsergebnis für den nächsten Bauabschnitt. Die vorgelegten Angebote für den Einbau von Fenstern und Türen seien mehr als doppelt so hoch gewesen wie in der Kostenplanung vorgesehen. „Also haben wir die Ausschreibung einkassiert und wiederholt“, so der Verwaltungschef, der jetzt mit passenderen Angeboten rechnet.

Die Wildnisschule, für die im September 2017 das Richtfest gefeiert wurde, befindet sich mitten im Wald am Rande des Naturschutzgebietes (NSG) zwischen dem früheren Kasernengelände „Neues Lager“ und der Ortslage Stenz. Zwischenzeitlich hat sie auch schon ein Dach bekommen. „Die Schule soll die Chance bieten, von der ungezähmten Natur im Wildnisgebiet Königsbrücker Heide zu lernen“, erklärt Jürgen Stein. Das passende Ambiente vermittelt das Gebäude mit einer Grundfläche von circa 80 Quadratmetern durch seine Blockhausbauweise.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst als Träger der NSG-Verwaltung ist zugleich Bauherr als auch Hersteller des Blockhauses in seiner Grundsubstanz. „Die für das Blockhaus benötigten Fichtenstämme stammen aus dem Werdauer Wald, welcher durch Sachsenforst nachhaltig bewirtschaftet wird. Drei speziell ausgebildete Forstwirte aus dem Forstbezirk Plauen haben die Fichten eingeschlagen, entrindet, zugesägt und in drei Monaten zu dem beeindruckenden Bau zusammengesetzt. Nach Markierung aller Einzelteile
wurden die Stämme nach Stenz transportiert und mithilfe eines Autokranes in drei Tagen wieder zum Blockhaus aufgerichtet“, beschreibt Jürgen Stein den Werdegang. Landesforstpräsident Dr. Hubert Braun ergänzt: „Mit dieser Investition unterstreicht Sachsenforst erneut seine Kompetenz und sein Engagement für die sächsischen Großschutzgebiete.“

Nach ihrer Fertigstellung soll die Wildnisschule Raum für Seminare und Vorträge bieten sowie als Ausgangspunkt für Exkursionen in die Heidewildnis dienen. Zugleich dient sie den Junior-Rangern, bei denen bereits zehn Jugendliche aktiv mitwirken, eine Basis.

Die Wildnisschule stellt einen wichtigen Baustein im Bildungsangebot der NSG-Verwaltung dar, zu dem weiterhin Führungen und Bustouren sowie die Ausstellung und Vorträge im Besucherzentrum in der Weißbacher Straße 30 in Königsbrück zählen.