Die Jüngste unter den Starterinnen war die erst sechsjährige Helene Däbritz, die noch nicht zur Schule geht. Ihr Fünfminutenvortrag begeisterte, ob des Schwierigkeitsgrades und des Alters, sowie der Ausdrucksstärke.

Der Publikumsliebling des Arno-Koschminder-Gedächtnispokals innerhalb der Vereinsmeisterschaften wird mit dem Herbert-Natusch-Ehrenpreis geehrt, während der Gedächtnispokal der Lohn für die beste Punktzahl ist. Die Witwe von Herbert Natusch, die 82-jährige Ingeburg, war anwesend und verfolgte das Geschehen ganz genau. Die Wiednitzerin ist bei vielen Radsportveranstaltungen des Vereins dabei, da auch Enkelin Angela für den RfV auf das Rad steigt.

Herbert Natusch und Arno Koschminder waren Trainer im Wiednitzer Verein und bauten diesen nach dem 2. Weltkrieg wieder auf. Im RfV 1900 Wiednitz sind derzeit ungefähr 90 Mitglieder. Der Älteste im Verein ist der 75-jährige Wilfried Sickert. Er spielte lange Zeit Radball. Aufgrund seiner Erfahrungen wurde er später Trainer. Die junge Kunstradfahrerin Hannah Schulze ist noch aktiv. Für sie war es nicht die erste Teilnahme am Gedächtnispokal. "Im Vereinsleben ist dieser Wettkampf ein echter Höhepunkt, ob für Aktive, Wettkampfrichter oder Zuschauer", erklärte die Sportlerin.

Gewinner des Gedächtnispokals wurde Claudia Schmaler. Der Herbert-Natusch-Ehrenpreis ging an den Vierer mit Charlott Boden, Hannah Schulze, Anna Buchwald, und Nadine Jenchen.

Platzierung Vereinsmeisterschaft Einer:

1. Claudia Schmaler

2. Pauline Altus

3. Sandra Bredemann

4. Sophie Richter

5. Charlott Boden

6. Hannah Schultze

7. Alexa Kaiser

8. Sophie Gense

9. Helene Däbritz

10. Celina Hentschel

11. Anna Scheil.

Zum Thema:
Beim Kunstradfahren gibt es keinen Rücktritt und keinen Freilauf. Es handelt sich um eine 1:1-Übersetzung. Lenker und Sattel sind ebenfalls Spezialanfertigungen. Ein solches handgefertigtes Gefährt kostet etwa 2300 Euro.