So kam der Wiednitzer Vereinschef Klaus Zschech nicht umhin, diese Delegation aus der sportlichen Nachbargemeinde besonders zu begrüßen. Allerdings war das Tagesergebnis für die Wiednitzer Radballer nicht erfreulich. In folgender Reihenfolge belegten die Mannschaften die Plätze: RVG Nord Berlin (10 P.), SGC Zeitz (8 P.), RSV Großkoschen (4 P.), SV Neubrandenburg (3 P.), LRSV Cottbus (3 P.) und Wiednitz (1 P.).
Die Zuschauer bekamen aber in der gut gefüllten Halle Radballkost vom Feinsten geboten. Alle sechs Mannschaften zeigten sehr ausgeglichene Leistungen. Von den elf Partien standen sechs zur Halbzeit unentschieden. Die höchste in einem Spiel erzielte Torausbeute waren sechs Tore. Bei Neubrandenburg gegen Großkoschen war das Halbzeitergebnis gleichzeitig der Endspielstand. Dieses Beispiel darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass in Wiednitz ein hochspannender Sportnachmittag ablief. So hatten Rochler und Behnke vom RVG Nord Berlin, mit Geburtsjahrgang 61 und 62 alte Hasen, hart um ihre Führung in der Tabelle aus dem ersten Spieltag zu kämpfen. Doch mit drei Siegen und einem Unentschieden dürfte die Führung auch nach dem zweiten Spieltag sicher sein. Herausragend in dieser Mannschaft war Tormann Christian Rochler. Selbst wo es scheinbar nichts mehr zu halten gab, fischte er gegnerische Bälle weg. Solch ein Mann kann Ve rzweiflung bei seinen Gegnern säen.
Altersmäßiger Gegenpol waren die beiden Wiednitzer Sascha Michala und Marko Richter, beide Jahrgang 87. Auch am zweiten Spieltag vor heimischem Publikum versuchten sie, mit den erfahreneren Mannschaften mitzuhalten. Besonders im Spiel gegen den SV Neubrandenburg gelang ihnen das sehr gut. Fast wäre mit dem Schlusspfiff aus dem Unentschieden noch ein Sieg geworden. Selbst im letzten Spiel gegen den späteren Tagessieger Berlin konnten sie zwei Tore bei fünf Gegentreffern erzielen. Mit viel Applaus wurden die sechs Mannschaften verabschiedet.
Nun sind die Gedanken der Wiednitzer bereits beim nächsten Wochenende, denn dann haben sie sich am dritten Spieltag in Zeitz erneut zu bewähren.