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Wie von Hoyerswerda aus sächsische Kommunalpolitiker ausgebildet werden

Einladende Stimmung beim Tag der offenen Tür. Mit fünf festen Mitarbeitern, darunter Geschäftsführer Lutz Barthel (4.v.l.) am Hauptsitz in Hoyerswerda ist das BKS her eine kleine Familie, die durch einen aktiven Pool von Referenten verstärkt wird.
Einladende Stimmung beim Tag der offenen Tür. Mit fünf festen Mitarbeitern, darunter Geschäftsführer Lutz Barthel (4.v.l.) am Hauptsitz in Hoyerswerda ist das BKS her eine kleine Familie, die durch einen aktiven Pool von Referenten verstärkt wird. FOTO: Mandy Decker/mdr1
Hoyerswerda. Sein 20-jähriges Bestehen und den Umzug in das neue Domizil in der Hoyerswerdaer Schulstraße 15 hat das Bildungswerk Kommunalpolitik Sachsen (BKS) zum Anlass genommen, am Freitag interessierte Bürger zu einem Tag der offenen Tür zu begrüßen. "Wir möchten den Menschen zeigen, wo wir jetzt sind und was wir machen", erklärt BKS-Geschäftsführer Lutz Barthel, als der erste Besucher des Tags der offenen Tür die Räume des Vereins im Gebäude der Zuse-Akademie betritt. mdr1

Erst im Januar war das CDU-nahe Bildungswerk innerhalb der Stadt in die Schulstraße umgezogen. Und erst seit Januar ist Lutz Barthel in der Funktion des Geschäftsführers unterwegs. Zu kurz, um sich vollständig eingearbeitet und innovative Konzepte in der Schublade zu haben, bittet der Dresdener um Nachsicht.

"Ihr bildet die Politiker aus?", fragt indes der Besucher neugierig und lässt sich ein Stück vom selbst gebackenen Kuchen abschneiden. "Sozusagen", antwortet Lutz Barthel. "Aber nicht die hauptberuflichen, sondern die Stadträte, Gemeinderäte und Ortschaftsräte, die ehrenamtlich tätig sind." Die Referenten würden beispielsweise erklären, wie man einen Haushalt richtig liest oder wie das Vergaberecht für kommunale Bauvorhaben funktioniert. "Die Räte müssen Entscheidungen treffen und benötigen das entsprechende Wissen", begründet er die Tätigkeit des Vereins, der bei aller Nähe zu einer Christlich Demokratischen Partei inhaltlich absolut überparteilich organisiert sei.

Die Zusammenarbeit mit den Referenten erfolge ausschließlich über Themen, bestätigt Matthias Priebe. Der Medienfachmann aus Hoyerswerda ist regelmäßig im Bereich "Social Network" für das BKS und andere Bildungswerke im Einsatz. Er hält die Arbeit dieser Initiativen für unverzichtbar. "Ich würde allen Räten raten, die Angebote zu nutzen."

Barthel möchte die 30- bis 45-Jährigen stärker erreichen. Sie seien politisch unterrepräsentiert. Und er will das BKS wieder sachsenweit gleichmäßig präsent machen. Die Adressaten der Angebote aber seien in der Holpflicht. Mit der neuen Internetseite sei der Ruf eines jeden interessierten Bürgers nach den Ausbildern vom BKS wesentlich einfacher geworden. Es brauche auch nur eines relativ kleinen Obolus' und gerade einmal sechs Teilnehmer für einen Kurs.

www.bks-sachsen.de