ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 22:19 Uhr

Foucault-Abend im Gymnasium
Wie Schule spannend gemacht wird

Mit einem Luxmeter kann das Licht in einem Raum gemessen werden. Tony Elsner (r.) erklärt Melina, Jonas und Vincent, wie das funktioniert.
Mit einem Luxmeter kann das Licht in einem Raum gemessen werden. Tony Elsner (r.) erklärt Melina, Jonas und Vincent, wie das funktioniert. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Das Foucault-Gymnasium Hoyerswerda rückt seine zukunftsweisenden Unterrichtsformen ins Blickfeld.

Im Foucault-Gymnasium Hoyerswerda organisieren Lehrer über verschiedene Projekte und mit Hilfe moderner Me­dien anschaulichen Unterricht - und Gymnasiasten verbessern selbst die Lernbedingungen an ihrer Schule. Wie das möglich ist, davon konnten sich am vergangenen Freitag die Gäste bei einem Abend der offenen Tür überzeugen.

Ein Beispiel ist die Teilnahme des Gymnasiums am sächsischen Klimaprojekt „Energiefüchse“. Die Klasse 8a erforscht bereits seit 2016 unter Anleitung ihres Physiklehrers Volker Steuer die Energiebilanz des eigenen Schulgebäudes auf Einsparpotenziale — und wurde schon fündig. Eine Schülergruppe stellte nach Temperaturmessungen über 24 Stunden fest, dass eine Nachtabsenkung in allen Räumen fehlt. Nachdem solch eine Temperaturabsenkung eingeführt wurde, konnte eine Kostensenkung von 8000 Euro bei den Heizkosten erreicht werden, berichtet Gymnasiast Tony Elsner am Freitag stolz vor jenen neugierigen Viertklässlern, die zum Foucault-Abend gekommen waren, um sich über das Gymnasium zu informieren.

Wie hell es an den Arbeitsplätzen in den Klassenzimmern ist, das beschäftigte eine andere Gruppe der „Energiefüchse“, deren Messungen mit dem Luxmeter Mängel aufdeckte. Deshalb sollen nun im Schulgebäude hellere und länger haltende LED-Leuchten anstatt Leuchtstoffröhren verwendet werden, sagte Tony Elsner. Auch der Energiemanager der Stadt Hoyerswerda Angelus Schindler hat als Projektpartner bereits seine Hilfe für die Umsetzung dieser Idee in einem Musterklassenraum zugesagt. Die Stadt dankt den Gymnasiasten mit einer Mitmachprämie und die Schule bekommt per Vertrag einen Teil des eingesparten Geldes zur Verfügung gestellt.

Die Viertklässler Vincent und Jonas. haben gespannt zugehört. Die beiden Grundschüler finden  Naturwissenschaften interessant und schauten sich auch im Mathematikraum und im Biologie-Kabinett um.

Der zehnjährige Maximilian aus Hosena soll wie sein älterer Bruder in Hoyerswerda ein Gymnasium besuchen, erklärt Mutti Anne Neumann. Interessant für die Familie ist zum Beispiel die Sportbegabtenklasse, in der auch Schachsportler integriert sind. Diese besucht auch der 13-jährige erfolgreiche Schachsportler Mika Hassemeier, der im Förderverein Schach ASP Hoyerswerda trainiert. Wer in die Sportbegabtenklasse gehen will, muss dem Verein beitreten, um Schach unter Anleitung zu erlernen, erklärte Dozent Andreas Wolf.

Auch die älteren Jahrgänge können anspruchsvolle Projekte vorzeigen. Der Elftklässler Tom Gneuß hat mit Klassenkameraden die Inhalte der Schulwebsite mit einem e-Mail-Postkasten verbunden und alles über das Smartphone abrufbar gemacht. Nun hat sein Gymnasium als erste Schule in Hoyerswerda eine voll funktionierende Schul-App, freute sich der Zwölftklässler.