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| 14:05 Uhr

Hoyerswerda
Wie Nutzer ihren PC und das Smartphone sicherer machen

Felix Wabra erklärt einer Besucherin in der Lausitzhalle Details zum Schutz ihres Smartphones.
Felix Wabra erklärt einer Besucherin in der Lausitzhalle Details zum Schutz ihres Smartphones. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Computerexperten erklären in der Lausitzhalle, wie es Hacker beim Verbraucher schwerer haben. Von Katrin Demczenko

Die Digitalisierung hat heute im Alltag eines jeden Menschen Einzug gehalten. Wer seine Daten nicht mit Virenscannern, komplexen Passwörtern und dem gesunden Menschenverstand schützt, bietet Hackern alle Angriffsmöglichkeiten. Das war die Botschaft der beiden Berater für Informationssicherheit während ihrer Live-Hacking-Show im Forumsaal der Lausitzhalle. Die Volkshochschule Hoyerswerda und die Verbraucherzentrale hatten die Veranstaltung organisiert.

Wenn ein Rechner aus unerklärlichen Gründen abstürzt und es keine Fehlermeldung zu dem Ereignis gibt, könnte ein Cyberangriff dahinterstecken, erklärte Computerexperte Sören Fischer. Um zu demonstrieren, wie einfach das geht, öffnete er auf seinem Rechner eine online zugesandte Rechnung, die aber nicht vom Anbieter kam, sondern eine Schadsoftware des Hackers, in dem Fall Kollege Felix Wabra enthielt. Sofort konnte der auf Fischers Gerät unbemerkt zugreifen und den Rechnerbesitzer über Mikrofon und Kamera ausspähen. Um auf diese Weise schwerer angreifbar zu sein, sollten zeitnah alle Windows-Sicherheitsupdates eingespielt werden und die Bezahlvariante eines Antivirenprogramms ist zu installieren. Sie enthalte im Gegensatz zu Gratisangeboten eine Verhaltenserkennung, die unbekannte Schadsoftware nach ihren Aktionen entlarvt, erklärte der Experte.

E-Mails und Zip-Anhänge sollte der Empfänger nur öffnen, wenn er den Absender kennt. Aber auch dann sei Vorsicht geboten, denn „e-Mail-Absenderadressen lassen sich fälschen“, sagte Sören Fischer. Wer im Zweifel den Mailversender fragt, ob er ihm wirklich eine Nachricht geschickt hat, geht in diesem Fall auf Nummer sicher.

Eine Wohnung, in der viele Geräte per Smartphone von außerhalb steuerbar sind, mag angenehm sein. Der selbsttätig arbeitende Staubsauger ist mit seiner Arbeit fertig, wenn der Bewohner heimkommt. Doch hat der Smartphonebesitzer wirklich selbst agiert oder ist seine Wohnung schon vermittels der Kamera am Staubsauger von einem Hacker ausspioniert worden? Wer sich hier absichern will, muss Smarthome-Geräte mit Username und Passwort schützen, sagte Sören Fischer.

Das gelte auch für Smartphones und Rechner: Dass Passwörter mit sechs Zeichen in vier Minuten zu knacken sind, demonstriert der Computerexperte und empfiehlt deshalb, zwölf große und kleine Buchstaben, Sonderzeichen und Zahlen zu verwenden. Die sind zwar schwerer zu merken. Wer in der Öffentlichkeit Smartphone oder Tablet benutzt, sollte sich aber bei der Passworteingabe wie am Geldautomaten sicher sein, nicht beobachtet zu werden.