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| 14:17 Uhr

Krabat-Festspiele
Wie der Schwarze Müller zum bösen Magier wurde

Die Macher der Krabat-Festspiele (v.l.): Festspielintendant Peter Siebecke, Autor und Schauspieler Michael Kuhn und Künstlerischer Gesamtleiter Alexander Siebecke.
Die Macher der Krabat-Festspiele (v.l.): Festspielintendant Peter Siebecke, Autor und Schauspieler Michael Kuhn und Künstlerischer Gesamtleiter Alexander Siebecke. FOTO: LR / Anja Hummel
Hoyerswerda. In Schwarzkollm beginnt Ende des Monats eine neue Ära der Krabat-Festspiele. Von Anja Hummel

„In der Dunkelheit des Lichts“ – so lautet er, der Titel der diesjährigen Krabat-Festspiele in Schwarzkollm. Am 28. Juni wird die Premiere von insgesamt 15 Veranstaltungen im Koselbruch gefeiert.

Nach einem ersten Zyklus, der 2012 begann und nach sechs Folgen im vergangenen Jahr beendet wurde, beginnt jetzt eine neue Ära für die Krabatsage. Was das bedeutet, verrät der Künstlerische Festspielleiter Alexander Siebecke: „Die Geschichte selber setzt in diesem Jahr vor der eigentlichen Sage an.“ So soll es um den Schwarzen Müller gehen und wie er zu dem bösen Zauberer wurde. „Und warum hat er eigentlich links eine Augenklappe?“ ist so eine Frage, deren Antwort den insgesamt 9000 Zuschauern im diesjährigen Werk offenbart wird.

Ganz neu im Team um die Familie Siebecke ist Autor und Schauspieler Michael Kuhn. Der 39-Jährige ist in Hoyerswerda geboren, steht heute unter anderem auf der Bühne des Dresdner Boulevardtheaters. „Wir bleiben schon bei der eigentlichen Krabat-Sage, aber erzählen sie ein wenig erweitert“, kündigt Kuhn an. Als „Juro, der Stotterer“ wird er selber auf der Bühne stehen.

In die Rolle des Schwarzen Müllers wird wie gehabt Peter Splitt schlüpfen. Wer den Krabat spielt, bleibt noch geheim. „Es ist ein Profi“, kündigt Alexander Siebecke an. Neben geübten Schauspielern werden 72 Statisten in der Mühle auftreten. „Außerdem machen Ponys, Pferde, Tauben und sogar ein Frosch mit“, schmunzelt Intendant Peter Siebeck, der außerdem verspricht, dass es wieder „packend und spannend“ wird.

Die 9000 Karten für die Festspiele waren am Tag des Verkaufsstarts binnen Minuten vergriffen. „2012 haben wir mit vier Vorstellungen à 300 Besucher begonnen“, erinnert sich Peter Siebecke. Heute sei die Nachfrage nicht mehr zu befriedigen. „Natürlich sind wir auf der Suche, wie wir die Festspiele erweitern können“, sagt Leiter Alexander Siebecke. Ohne das authentische Ambiente in Schwarzkollm zu verletzen, sei es durchaus möglich die Anzahl der Besucherplätze zu vergrößern. Außerdem wägen die Macher ab, inwiefern es möglich ist, noch mehr Veranstaltungen aufzuführen.