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| 16:20 Uhr

RUNDSCHAU-Aktion „LR vor Ort“
Wie Bernsdorf um mehr Miteinander ringt

Sie gehören zu den „Machern“ für die Sozial- und Kulturarbeit in Bernsdorf: Maja Nitsche (r.) vom Quartiersmanagement Kube 42 und Silvio Thieme als Koordinator im Mehrgenerationenhaus. Bei „LR vor Ort“ diskutieren beide mit, wie ihre Projekte noch mehr Menschen erreichen können.
Sie gehören zu den „Machern“ für die Sozial- und Kulturarbeit in Bernsdorf: Maja Nitsche (r.) vom Quartiersmanagement Kube 42 und Silvio Thieme als Koordinator im Mehrgenerationenhaus. Bei „LR vor Ort“ diskutieren beide mit, wie ihre Projekte noch mehr Menschen erreichen können. FOTO: LR / Catrin Würz
Bernsdorf. Soziale Projekte kümmern sich in der Kleinstadt um unterschiedlichste Interessen der Menschen. Doch sie stehen immer wieder auf dem Prüfstand. Von Catrin Würz

. Was macht eigentlich eine lebenswerte Stadt aus? Eine, die Heimat ist und ein aktives Leben für alle Altersgruppen ermöglichen kann? Silvio Thieme vom Bernsdorfer Mehrgenerationenhaus weiß darauf gleich ein paar Antworten. „Den Menschen ist wichtig, dass sie Räume haben, um ihre eigene Kreativität, eigene ­Ideen und Leidenschaften auszuleben. Und dass sie dabei mit Gleichgesinnten zusammenkommen, sich austauschen können“, davon ist der 36-Jährige überzeugt. Das Mehrgenerationenhaus ist solch ein Ort in Bernsdorf, der genau so etwas bietet. Vor elf Jahren wurde das Projekt in Räumen der Euroschule am Schmelzteich eröffnet. In der Trägerschaft von Stadt und Regionaler Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie Sachsen (RAA) wird hier Raum für Selbstverwirklichung geboten. Unter dem Dach des Mehrgenerationenhauses sind also die geschickten Klöppel-Frauen ebenso zu finden wie der Bernsdorfer Jugendtreff samt Sportraum oder der generationsübergreifende Malzirkel. Eine Sportgruppe für über Fünfzigjährige gibt es ebenso wie neuerdings auch einen Tanzkurs. Denn Gesellschaftstanz kommt gerade wieder richtig in Mode. Das Haus ist ein Dach für viele Interessen und Ambitionen. Fast 20 Kurse, offene Treffs und regelmäßige Freizeitrunden finden wöchentlich im Mehrgenerationenhaus statt - darüber hinaus auch Ferienbetreuung und eine Spielplatzschule.

 „Aber wir denken natürlich auch immer weiter nach vorn. Wie können wir noch mehr Menschen erreichen und den Nerv der Bernsdorfer treffen?“, sagt Silvio Thieme. Die neuen Pläne und Überlegungen wird die LAUSITZER RUNDSCHAU auf ihrer nächsten Veranstaltung „LR vor Ort“ am 15. Mai in Bernsdorf mit den Machern und interessierten Einwohnern diskutieren.

Im Podium der Gesprächsrunde werden dann auch Tina Götze und Maja Nitsche vom 2016 eröffneten Projektbüro Kube 42 sitzen. Die beiden Frauen kümmern sich um jene Bernsdorfer Bürger, die nicht so auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die für ihren Alltag Hilfe, Beratung und Unterstützung benötigen. Im größten Wohngebiet der Stadt am Fritz-Kube-Ring treten manche Probleme gebündelt auf. „Verschuldung ist oft ein Thema. Wir helfen aber auch bei Schriftstücken wie Widersprüchen oder Bewerbungsschreiben, helfen bei der Jobsuche“, erzählt Maja Nitsche. Darüber hi­naus werden auch Angebote für Kinder aus dem Wohngebiet organisiert, wie der zweiwöchentliche Sport-Tobetag.

Kube 42 wurde als soziales Projekt im Quartiersmanagement vor zwei Jahren mit Hilfe von Geldern aus dem Europäischen Sozial­fonds ins Leben gerufen. Im Sommer läuft die Förderung aus und muss neu beantragt werden. Die Stadt Bernsdorf wird das tun. Bürgermeister Harry Habel sieht für das Projekt noch weitere Perspektiven. „Wir haben den Plan, das Projekt mit der Wirtschaftsförderung zu vernetzen“, sagt der Rathaus-Chef. Durch solch ein Netzwerk könne der Kontakt zwischen den Hilfsbedürftigen und möglichen Arbeitgebern erleichtert werden. Wie das funktionieren könnte? - Auch das soll in der RUNDSCHAU-Gesprächsrunde diskutiert werden. Zu der Debatte zum Thema „Soziale Projekte für ein Miteinander in Bernsdorf - Neue Chancen für mehr Lebensqualität“ sind alle Bernsdorfer herzlich eingeladen.

LR vor Ort 4c
LR vor Ort 4c FOTO: LR