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| 01:08 Uhr

Widersprüche in der FC Lausitz-Spitze

Hoyerswerda.. Die Spitze des FC Lausitz widerspricht sich derzeit gegenseitig.

Während der Aufsichts- und Ehrenrat des Fußballvereins noch am Mittwochabend in einer Pressemitteilung verlauten ließ, dass Präsident Bernd Ziemann sein Amt niedergelegt hat, will Ziemann selbst davon nichts wissen.
„Ich habe in keiner Weise am Mittwoch um meinen Rücktritt als Präsident des FC Lausitz gebeten und habe das Amt auch nicht mit sofortiger Wirkung zur Verfügung gestellt“ , erklärt der entrüstete Bernd Ziemann auf Nachfrage der RUNDSCHAU.
Dagegen heißt es in der Presseerklärung: „Der Aufsichtsrat und Ehrenrat mussten in der Beratung mit Erstaunen zur Kenntnis nehmen, dass der Präsident entgegen den am Montag geäußerten Aussagen am gleichen Tage in einer persönlichen Entscheidung die Insolvenz des Vereins eingeleitet hat. Beide Gremien waren davon mit keinem Wort informiert worden.“
Bei dem Treffen habe man von Bernd Ziemann Rechenschaft gefordert. Aber eine sachliche Diskussion sei nicht möglich gewesen, erklärt ein Mitglied des Ehrenrates auf Anfrage der RUNDSCHAU. In der Presseerklärung des Aufsichts- und Ehrenrates: „Im Ergebnis eines Gespräches mit dem Präsidenten erklärte Herr Ziemann daraufhin seinen Rücktritt.“
„Davon kann keine Rede sein. Ich kann jetzt nicht aufhören. Das würde dem Verein schaden“ , behauptet Ziemann. Er sei von der neuen Herangehensweise und dem Konzept überzeugt. „Gerade in der jetzigen Zeit sollte ein einheitliches Handeln aller Gremien des Vereines erste Mitgliedspflicht sein“ , betont der Hoyerswerdaer und verweist auf die Satzung des Vereines: „Dort sind die Zuständigkeiten der einzelnen Gremien, Aufsichtsrat, Ältestenrat und Präsidium genauestens definiert. Daran sollte sich jeder Einzelne erinnern.“
Ob die Mitglieder in der kommenden Woche direkt vom Verein informiert werden, ist noch offen. Während Bernd Ziemann am 10. Juli als Termin für die ordentliche Mitgliederversammlung festhält, sind Aufsichts- und Ehrenrat anderer Ansicht. „Auf Grund der Situation kann die einberufene Versammlung nicht stattfinden“ , heißt es in der Pressemitteilung und weiter: „Die beiden Gremien werden sich bemühen, diese zu einem baldmöglichsten Zeitpunkt nachzuholen, wenn erste Ergebnisse der eingeleiteten Schritte vorliegen.“
Da ist Bernd Ziemann anderer Meinung: „Gerade jetzt ist schnelles und konzentriertes Handeln gefragt. Wir sollten lieber heute als morgen eine Mitgliederversammlung durchführen. Das ist zwingend notwendig. Wir müssen alle Kräfte mobilisieren und zusätzliche Quellen erschließen die uns weiterhelfen können, um den Verein zu retten.“ (gs/ck)