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| 01:00 Uhr

Wettlauf gegen die Zeit

Hoyerswerda.. Das konti nuierlich ansteigende Grundwasser in der Region setzt die Bergbausanierer unter Zugzwang.

So kündigte gestern die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) zwei neue Projekte an, die einzig und alleine das Ziel haben, plötzliche Rutschungen in den Gebieten zu verhindern.
Danach soll jetzt im Bereich des ehemaligen Tagebaugebietes Werminghoff (Knappenrode) in unmittelbarer Nähe der Koblenzer Straße ein weiteres ehemaliges Restloch verfüllt werden. Die Baustelle sei bereits eingezäunt und mit Warnschildern versehen worden, sagt LMBV-Sprecherin Petra Hinkelmann. „Die abgesperrten Bereiche dürfen auf keinen Fall betreten werden, da lokale Bodenbewegungen nicht ausgeschlossen werden können“ , ergänzt sie.
Um das Wasser aus dem Restloch zu pumpen, wird eine Rohrleitung aufgebaut. Dazu ist es notwendig, die Verbindungsstraße Knappenrode-Koblenz zu durchqueren. Die direkt neben dem Restloch liegende Hochkippe wird abgetragen. Die dadurch gewonnenen Massen dienen zum Verfüllen. Noch in diesem Monat wird die Kippe abgeholzt, um Transportwege zu schaffen. Anschließend müssen auch die Bäume, die bis an die Straße heranreichen, weichen, weil auch hier Sandmassen aufgetragen werden. Ende Juni soll das Vorhaben, das durch eine komplexe geotechnische Überwachung begleitet wird, abgeschlossen sein, so die Pläne der LMBV.
Bis April 2006 soll die Hochkippe Laubusch gesichert sein. Im Bereich der Kortitzmühle könnten großräumige Rutschungen wegen des Grundwasseranstiegs nicht ausgeschlossen werden, heißt es bei der LMBV. Durch das große Gefährdungspotenzial bei der Bauausführung werden die Verbindungsstraße zwischen Laubusch und Weinberg/Richtung Nardt sowie die angrenzenden Waldgebiete für den Zeitraum der Sanierung gesperrt. Geplant ist, so die LMBV, die Straße Laubusch-Weinberg auf einer Länge von 300 Metern im Bereich der Hochkippe um 165 Zentimeter anzuheben. (sh)