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Wetterumschwung und Theater

Wolfgang Schmitz.
Wolfgang Schmitz. FOTO: hir1
Der Männertreff der Neustadtgemeinde Hoyerswerda hatte kürzlich Wolfgang Schmitz, letzter Landrat i.R. des Altkreises Hoyerswerda, eingeladen, damit der studierte Geologe und Kommunalpolitiker seine Sichtweise über ein Leben nach der Kohle sowie die damit verbundenen Perspektiven für die Lausitz darlegt. hir1 uhz1 red/sob uhz1

Pfarrer Jörg Michel meinte, dass er durch sein persönliches Wirken in Spreewitz ein deutliches Leiden der ländlichen Bevölkerung merke. Dort seien die Möglichkeiten nach einer neuen Arbeit eher gering. Desweiteren seien Altlasten dort deutlich spürbar. Nach Ansicht von Wolfgang Schmitz reiche in der Lausitz der Kohlevorrat für einen Abbau, wie er jetzt betrieben werde, noch etwa 50 Jahre. "Das bedeutet schon einen vernünftigen Rückbau, und das Setzen auf alternative Energien", erläuterte Schmitz.

Am Dienstag hätte der heftige Wetterumschwung fast dafür gesorgt, dass der geplante Projekttag für die Schüler der Oberstufe und Berufsschulstufe des Förderzentrums für Körperbehinderte ausgefallen wäre. Denn es sollte in die Dresdener Straße zum Haus der Domowina gehen, wo "Hausherrin" Christina Scholze die jungen Leute erwartete, um ihnen sorbisch-katholisches Brauchtum zur Osterzeit vorzustellen. Aber den Rollstuhlfahrern war der Weg unter diesen Witterungsbedingungen nicht zuzumuten. "Es ist mir einfach eine Herzensangelegenheit, dass der für Sie schön gedachte Tag stattfinden kann", ließ Christina Scholze Schüler und Lehrer wissen und bot kurzerhand an, selbst ins Förderzentrum zu kommen und einiges Anschauungsmaterial mitzubringen.

Die Nutzer des Gutscheinkalenders "Gastliches Hoyerswerda 2014" haben entschieden. In einem Duell wählten sie punktgleich den Landgasthof "Pension Kühnel" in Maukendorf und das Hotelrestaurant "Sachsenstube" in Lauta als beliebteste Restaurants aus. Die Übergabe der "Goldenen Gabel" erfolgt am Donnerstag.

Es gibt kein optimales Rezept für erfüllte Lebensinhalte. Dass man sein Leben besser in den Griff bekommt, wenn man beruflich wie privat einige Ziele plant, das wurde den 23 Gymnasiasten des Wahlgrundkurses "Theater - Spiel und Wirklichkeit" in ihren letzten beiden Jahren der Sekundarstufe am Léon-Foucault-Gymnasium bewusst. Denn ihr Theaterstück "Unsere kleine Stadt" aus der Feder des amerikanischen Schriftstellers Thornton Niven Wilder machte deutlich, dass Interessenlosigkeit und oberflächliche Beziehungen das Alltagsleben ganz schnell eintönig werden lassen. Obwohl den Foucault-Schülern während der elften und zwölften Klasse für das Einstudieren der Rollen stets nur zwei Doppelstunden pro Woche blieben und bis zur Endfassung mit Kostümen, Requisiten und angefertigter Bühnenkulisse nur eine Gesamt- und eine Generalprobe stattfanden, gelang ihnen Großartiges. Das bescheinigte ihnen vor allem ihre Kursleiterin Carla Köhler. Doch der große Höhepunkt folgte in der vollbesetzten Aula. Es war die Abschiedsvorstellung (Foto unten), mit der sich ein "Zwölfer-Theaterkurs" traditionell am Gymnasium verabschiedet. Und dass am Ende des inhaltlich emotionalen Dreiakters im Publikum gar Tränen flossen, zeigte den Schülern, dass sie die Besucher mit ihrem Rollenspiel sehr gut überzeugen konnten, was für sie natürlich der schönste Lohn war.