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| 17:41 Uhr

Hoyerswerda
Wertvolle Erinnerung in Gold und Silber

Die zwei Seiten der Jubiläumsmedaille zur 750-Jahr-Feier der Stadt Hoyerswerda. Es gibt sie in Silber und Gold als streng limitierte Sonderedition.
Die zwei Seiten der Jubiläumsmedaille zur 750-Jahr-Feier der Stadt Hoyerswerda. Es gibt sie in Silber und Gold als streng limitierte Sonderedition. FOTO: Anja Hummel / LR
Hoyerswerda. Keine Feier ohne Medaille: Zum 750-Jahr-Jubiläum bringt Hoyerswerda eine eigene Sonderprägung auf den Markt. Die Gold-Variante kostet 800 Euro. Von Anja Hummel

Mit Stoffbeutel, Tassen, Fußmatte und Schlüsselring hat die Stadt schon eine ordentliche Palette an Hoyerswerda-Souvenirs vorzuweisen. Jetzt wurde noch einmal kräftig nachgelegt – mit Baumwolle und Keramik hat das jedoch nichts zu tun.

Es geht wertvoller zu, schließlich handelt es sich um ein Erinnerungsstück an eine ganz besondere Feierlichkeit. Die Materialien, aus denen das neueste Hoyerswerda-Andenken geschmiedet ist: reines Silber, reines Gold. Die Medaillen zur 750-Jahr-Feier sind als exklusive Sonderprägung ab sofort auf dem Markt zu haben. 30 Millimeter misst ihr Durchmesser, achteinhalb Gramm ihr Gewicht. Als eine „nachhaltige und wertvolle Erinnerung zum Anfassen“ bezeichnet Michael Knippschild die glänzende Neuheit. Gemeinsam mit der Stadt Hoyerswerda hat er die Kunstprägung entworfen. Der Mann von der Europäischen Münzen und Medaillen GmbH ist extra aus Bochum angereist, um die Sonderedition vor Verwaltung und Presse im Alten Rathaus zu präsentieren. Auf dem massiven Holztisch im historischen Ratssaal liegen sie – verpackt im schwarzen Schmucketui. In höchster Prägequalität, in „polierter Platte“ wie der Fachmann sagt, sind sie hergestellt worden. „Für die Motive haben wir uns natürlich von der Stadt Hoyerswerda beraten lassen“, sagt Michael Knippschild. Auf der Vorderseite ist das Schloss Hoyerswerda abgebildet, dazu die Bezeichnung des Wahrzeichens in deutscher und sorbischer Schreibweise. „Die Rückseite zeigt das offizielle Jubiläumslogo als Collage“, sagt Marketing-Experte Knippschild. „Ich denke, die Einwohner der Stadt können sich damit sehr gut identifizieren“, fügt er hinzu.

Wer auch immer sich für solch ein Sonderexemplar interessiert – allzu lange warten sollte man mit der Beschaffung nicht unbedingt. Während die Feinsilbermedaillen passend zum Jubiläum auf 750 Stück limitiert sind, werden die Feingold-Prägungen nur 50 Mal hergestellt. Stolze 799 Euro kostet eines der goldenen Erinnerungsstücke, das nur auf Bestellung angefertigt wird. „Die Lieferung wird dann etwa 14 Tage dauern“, erklärt Michael Knippschild. Mitgebracht hat er für die Stadt vorerst zwei Silbermedaillen. Von denen kostet eine knapp 50 Euro. Aber die Vorbestellungen laufen: Fünf goldene Exemplare befinden sich bereits „in der Schmiede“ – für die Stadt selber versteht sich. „Zu Präsentationszwecken“, sagt Olaf Dominick von der Stadtverwaltung. „Aufgrund der Detailtreue sind die Medaillen bei allen Mitarbeitern sehr gut angekommen“, bezeugt er. Überlegungen habe es gegeben, auch die Fahnenmasten vor dem Schloss in die Prägung einzuarbeiten. „Wir haben uns dann einstimmig dagegen entschieden“, erzählt Knippschild und lacht. Das wäre wohl doch zu detailliert gewesen.

Erst im Dezember ist Knippschild an die Stadt herangetreten, hat dort den Vorschlag einer Sonderprägung unterbreitet. Als Marketingverantwortlicher im Bochumer Kunstprägeunternehmen hat er deutschlandweit alle Jubiläen – vorrangig von Städten – im Blick. 70 bis 80 Prägungen pro Jahr sind der Durchschnitt, so Knippschild. Was ihm wichtig ist: Es handele sich bei der Auflage nicht um Münzen. „Dann wäre es ein Zahlungsmittel und das ist es nicht.“

FOTO: Anja Hummel / LR

Für Hoyerswerda scheint die Prägung in Gold und Silber eine Premiere zu sein. Zumindest wurden für die Stadt noch keine Medaillen in dieser Art und Weise ausgeliefert. „Mit Sicherheit gab es so etwas schon einmal im Mittelalter“, vermutet Bürgermeister Thomas Delling, der das „Glanzstück“ in Silber gleich in Empfang nehmen wird. Zu jedem einzelnen Exemplar gibt es ein Echtheitszertifikat. „Und“, fügt Knippschild hinzu, „sie sind mit fortlaufender Seriennummer gekennzeichnet“. Die goldene Nummer eins bis fünf hat sich bereits die Stadt gesichert. Wie lange es wohl dauert, bis die silberne Nummer 750 vergeben ist? Knippschilds Erfahrung: „Je kleiner die Stadt, desto begehrter die Medaillen.“