| 02:44 Uhr

Weißkollmer drängen auf Turnhalle

Verzichten möchten die Sportfreunde in und um Weißkollm auf die Turnhalle nicht. Aber 80 000 Euro werden für die umfassende Herrichtung nicht ausreichen.
Verzichten möchten die Sportfreunde in und um Weißkollm auf die Turnhalle nicht. Aber 80 000 Euro werden für die umfassende Herrichtung nicht ausreichen. FOTO: Mandy Decker/mdr1
Lohsa. Kommt sie oder kommt sie nicht? Die Sanierung der Sporthalle in Weißkollm war ein Thema des Gemeinderats Lohsa. Dort bekräftigte Bürgermeister Udo Witschas, dass man an der Investition festhalte, aber es noch keinen Fördermittebescheid gebe. Mandy Decker / mdr1 mdr1

Montag Kinder und Schulkinder und abends die Kegelfrauen. Dienstags die Seniorensportlerinnen, die Kegelherren, Tischtennis und Zumba. Mittwochs die Turnzwerge, Nordic Walking und Volleyball. Donnerstags der Frauensport und freitags die großen und kleinen Streetdancer sowie Fußball und wieder die Kegelherren. Dass die Turnhalle Weißkollm ein aktiv und täglich genutztes Bewegungszentrum für Alt und Jung ist, beweist nicht nur der volle Wochenplan an der Eingangstür. Auch die Einwohner sowohl des Dorfes als auch der Nachbarorte legen erklärten Wert auf ihre Turnhalle. Deren schlechten Zustand, besonders was die sanitären Anlagen betrifft, bemängelte Siegbert Petrick in der Einwohnerfragestunde der Gemeinderatssitzung am Dienstag nachdrücklich und ausdrücklich im Auftrag der Seniorensportlerinnen und weiterer Benutzer. Seine Anfrage an den Bürgermeister galt dem Stand eines laufenden Förderantrages und den Gerüchten um einen Baubeginn im Frühjahr.

Er wisse um die Befürchtungen, dass die Verwaltung im Hinblick auf die Schließung der Grundschule nicht wirklich hinter einer Sanierung der Turnhalle stehen würde, entgegnete Bürgermeister Udo Witschas. Dafür stünde nach seiner Meinung zweifelsfrei die geplante Investition in Höhe von insgesamt 80 000 Euro, die in den Haushalt 2014 festgeschrieben worden war. Im September habe die Gemeinde den Antrag auf Unterstützung aus der Sportförderung der SAB gestellt, bisher sei dazu allerdings kein Bescheid eingegangen. Die Sanierung der Turnhalle sei als "Kleinmaßnahme" bis zu 50 Prozent förderfähig.

Allerdings sei damit zu rechnen, dass die SAB die Forderung stellt, eine Sportstättenrichtlinie zu entwerfen. In dieser müssten Nutzungsfaktoren wie beispielsweise die betriebenen Sportarten festgeschrieben und so die Sinnhaftigkeit der Investition begründet werden. Es müsse aber auch klar sein, so Witschas weiter, dass die Summe von 80 000 Euro für den Erhalt der Turnhalle langfristig nicht ausreicht. Ob die Heizungsanlage den nächsten Winter überstehen könne, sei anzuzweifeln. Für diese nicht förderfähige Investition könne und würde die Gemeinde liquide Mittel wie beispielsweise Überträge von Restmitteln aus dem Gemeindehaushalt aufwenden. Damit sei der Diskussion um den Willen der Verwaltung hoffentlich ein Ende gesetzt, sagte Witschas. Für weitere Planungen aber müsse man vorerst den Förderbescheid abwarten bittet der Rathaus-Chef um Geduld.

Zum Thema:
Zum Frühjahrsputz sind die Weißkollmer aufgerufen am Samstag, 18. April, von 9 bis 12 Uhr. Neben den Freiflächen an Turnhalle und Kegelbahn werden auch der Schlossteich mit der Insel und den angrenzenden Flächen sowie der Bereich der Sitzgruppe am Sühnekreuz geputzt. Um das Mitbringen der notwendigen Geräte sowie Tragebehälter für Laub und Gras werden die Helfer von den Organisatoren gebeten. Treffpunkt ist die Freilichtbühne. mdr1