Auch in diesem Jahr trafen sich die Hoyerswerdschen jeden Montag bis Samstag um 17.50 Uhr an der Johanneskirche, um zuerst die Weihnachtskrippe im Schaufenster der Fleischerei Sinapius mit einer weiteren Figur zu vervollständigen und dann gemeinsam ein Adventstürchen zu öffnen.

Diesmal setzte die fünfjährige Helena vorsichtig die fein bemalte Pappmachefigur des kleinen Jungen ins Fenster, die sie von Donnerstag bis Freitag zu Hause beherbergen durfte. „Besonders war das“, sagte das Mädchen und lief mit ihrer Mutter hinter den anderen mehr als 50 Adventskalenderbesuchern her.

Das Tor bei der Freiwilligen Feuerwehr öffnet sich

Den Zug führte Diakon Torsten Vogel mit seiner altmodischen Laterne an. Bald standen alle vor der Freiwilligen Feuerwehr Altstadt in der Rathenaustraße und sangen das Weihnachtslied „Macht hoch die Tür“. Darauf blinkte in der Garage ein Blaulicht, Musik erklang, das Tor öffnete sich langsam und das rote Löschfahrzeug LF8/6 rollte auf den Vorplatz. „Ist das cool“, freute sich der zehnjährige Karl aus Hoyerswerda und wartete auf nichts anderes, als einmal am Steuer dieses großen Autos sitzen zu dürfen.

Torsten Vogel brachte die Idee des lebendigen Adventskalenders 2002 nach Hoyerswerda und organisiert ihn seither. Die Türchen gestalten Privatpersonen, Einrichtungen und Firmen.

Auch 2020 gibt es einen lebendigen Adventskalender

Wegen der guten Resonanz wird die Aktion 2020 fortgesetzt. Sie soll bekannter machen, dass der Advent für Christen die Vorbereitungszeit auf die Geburt von Jesus ist, erklärte Diakon Vogel.