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| 16:06 Uhr

Tierische Überraschung
Die Erdmännchen packen aus

 Der Weihnachtsmann war da: Die Erdmännchen schauen neugierig in ihre liebevoll bemalte Geschenkekiste.
Der Weihnachtsmann war da: Die Erdmännchen schauen neugierig in ihre liebevoll bemalte Geschenkekiste. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Die Weihnachtsbescherung schafft eine besondere Nähe zwischen Tier und Mensch. Von Katrin Demczenko

Mäuse für den Kranich, Nüsse für Bengt und Knut, Würmer für die Erdmännchen: Kulinarisch festlicher hätte sie nicht sein können, die diesjährige Bescherung im Zoo Hoyerswerda. Der Spaziergang, geführt von Zooschulleiterin Silke Kühn, lockte am Sonntagvormittag zahlreiche Besucher an.

Zuerst bekamen die Braunbärenbrüder Bengt und Knut je einen Karton mit Bananen- und Apfelstückchen sowie Nüssen. Als wäre das nicht schon spannend genug, interessierte sich Grundschüler Marius aus Cottbus eher für die Mandschurenkraniche. „Sie bekommen regelmäßig die Flügel verschnitten, so wie du deine Fingernägel“, erklärt Silke Kühn. Der Sinn dieser Maßnahme ist, dass das Pärchen nicht davonfliegt – denn deren Gehege ist oben offen. Zur Feier des Tages bekamen die Vögel Mäuse zu fressen, die sie mit einem Ruck verschlucken. Die flinken Erdmännchen freuten sich hingegen über eine große Kiste, gefüllt mit vielen Würmern und Grillen. Durch kleine Löcher konnten sie ihr Festmahl sehen und riechen. Da wurde nicht lange gefackelt. Die Ouessantschafe, die kleinste Schafrasse der Welt, wurden von den Besuchern mit kleinen Zwiebackstückchen überrascht. Mit dabei: Alexander Klein und sein Sohn Theo. Für den Jungen war das ein besonderes Abenteuer, einem Schaf so nahe zu kommen, denn er war gerade so groß wie das Tier. Ganz genau beobachtete der Zweijährige später auch Emudame Hilde. Gelassen ließ sich der große Laufvogel auf dem Gras nieder und jeder Neugierige durfte seine Federn streicheln. „Hilde ist eine Handaufzucht und deshalb so zahm“, wie Silke Kühn erklärt. Die Tigerin wurde während der Zooführung nicht mit einer Sonderration Fleisch beglückt, sondern mit einem alten Fußball. Aber wie kommt das Spielzeug zu der Raubkatze ins Gehege? Hineingehen ausgeschlossen. So musste der Ball kurzerhand über das Gitter geschossen werden. Andre Bekter aus Rostock, der mit seiner Familie Verwandte in Hoyerswerda besucht, konnte der Tigerin ihr Weihnachtsgeschenk „überreichen“.