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| 20:16 Uhr

Mehr als 15 700 Einwohner betroffen
Wegen Bombenentschärfung ist Dresden am 23. Oktober dicht

Im Mai dieses Jahres war esin Dresden  bei dem Versuch einer Entschärfung per Fernsteuerung  zu einer Teildetonation einer gefundenen Weltkriegsbombe gekommen. Jetzt wird  am Rande der Innenstadt wieder eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Die Planungen für die Entschärfung laufen.
Im Mai dieses Jahres war esin Dresden bei dem Versuch einer Entschärfung per Fernsteuerung zu einer Teildetonation einer gefundenen Weltkriegsbombe gekommen. Jetzt wird am Rande der Innenstadt wieder eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Die Planungen für die Entschärfung laufen. FOTO: dpa / Marco Klinger
Dresden. Die Landeshauptstadt Dresden und die Polizeidirektion Dresden bereiten derzeit einen Einsatz zur Entschärfung einer möglichen Fliegerbombe vor. Die Evakuierung in Dresden-Friedrichstadt soll am 23. Oktober beginnen und kann bis zum nächsten Tag andauern. Von Hannelore Grogorick

Bei Baugrundvorbereitungen auf dem Gelände am Messering hat der sächsische Kampfmittelbeseitigungsdienst möglicherweise unter eine asphaltierten Zufahrt eine Fliegerbombe gefunden. Das teilt die Stadt Dresden auf ihrer Homepage mit. Insgesamt werden mehr als 15 700 Einwohner betroffen sein.

Die Polizeidirektion Dresden bereitet sich ebenfalls auf einen Großeinsatz vor. Holger Klemig vom Kampfmittelbeseitigungsdienst: „Der unbekannte Gegenstand liegt zwei bis drei Meter unter der Straßendecke. Es könnte sich um eine 250- oder 500-kg-Bombe aber auch um einen völlig ungefährlichen Gegenstand handeln. Richtig wissen werden wir es erst, wenn wir den Gegenstand freigelegt haben. Dann gibt es aber kein Zurück mehr.“ Denn wenn der Gegenstand freigelegt ist, besteht je nach Zustand, nur ein begrenztes Zeitfenster, um die Bombe zu entschärfen.

Aufgrund der ungünstigen topografischen Lage beträgt der Evakuierungsbereich bei einer 500 kg Bombe etwa 1500 Meter, informiert die Polizei weiter. In den Bereich fallen ca. 1000 Objekte, darunter auch zahlreiche Schulen und Kindergärten.

Die Polizei wird etwa 300 Polizisten zum Einsatz bringen. Dabei werden die Dresdener von Kollegen der Polizeidirektion Görlitz, der sächsischen Bereitschaftspolizei sowie des Polizeiverwaltungsamtes unterstützt.