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| 02:41 Uhr

Wasserparadies setzt auf Aquafitness

Der Kinder-Wasserspielplatz im Freiluftbereich des Lausitzbades begeistert seit 2014 die Besucher. Investiert wurden 223 000 Euro.
Der Kinder-Wasserspielplatz im Freiluftbereich des Lausitzbades begeistert seit 2014 die Besucher. Investiert wurden 223 000 Euro. FOTO: jda
Hoyerswerda. Rund 190 000 Besucher zählte das Lausitzbad Hoyerswerda insgesamt im vergangenen Jahr. Vor allem die Gesundheits- und Bewegungskurse locken immer mehr Gäste ins Wasserparadies. In diesem Jahr soll der Massagebereich noch ausgebaut werden. Sophie Bartholome

Eine echte Alternative zum Bahnenschwimmen scheint für Wasserliebhaber Aquafitness zu sein. Das Training im kühlen Nass liegt in Hoyerswerda voll im Trend. Über zehn Kurse im Bewegungs- und Gesundheitsbereich bietet das Lausitzbad Hoyerswerda pro Woche an. Die Nachfrage für Wassergymnastik und Aquapower steigt stetig. "Bis zum Herbst sind die Kurse schon ausgebucht", erklärt Geschäftsführer Rainer Warkus. Deshalb ist dies auch ein Punkt, auf den das Lausitzbad künftig noch stärker setzen will.

Pläne des Lausitzbades

Doch die Pläne reichen weiter, der Lausitzbad-Chef gibt im Stadtrat einen kurzen Ausblick: So sollen beispielsweise der Gastronomiebereich aufgewertet und der Eingangsbereich als Kundencenter umgestaltet werden. Auch im Außenbereich will sich das Bad Maßnahmen einfallen lassen, um ihn attraktiver zu gestalten. Der Massagebereich wird bald nicht nur den Gästen des Lausitzbades, sondern auch anderen Nutzern zur Verfügung stehen. Heißt: Wer sich nach einem stressigen Arbeitstag verwöhnen lassen will, hat unabhängig vom Bad- oder Saunabesuch am Gondelteich dazu die Möglichkeit.

Insgesamt 190 000 Besucher zählte das Unternehmen im letzten Jahr - das waren weniger als 2014. Den demografischen Wandel, den extrem heißen Sommer und die Bauarbeiten für die Neugestaltung des Kleinkindbereiches führt der Lausitzbad-Chef als Gründe an. "Wir gehen davon aus, dass die Zahl dieses Jahr wieder steigt", so Warkus. Fast die Hälfte der Besucher kommt aus dem Stadtgebiet, ein Viertel aus dem Umland, die weiteren Gäste fahren bis zu 45 Kilometer weit - und sogar darüber hinaus.

Den besonderen Wasserspaß im Baderlebnisbereich mit beispielsweise Warmsprudelbecken, Whirlliegen und Massagedüsen suchten davon rund 67 000 auf. Wegen Schweißperlen in den "heißesten Räumen" des Bades kamen rund 48 000 Gäste. Den größten Umsatz konnte das Unternehmen auch im Saunabereich einfahren (rund 506 000 Euro), gefolgt vom Spiel- und Freizeitbadbereich (475 000 Euro) und den Gesundheitskursen (86 000 Euro). Mit den Trainingszeiten für die Vereine aus der Region mache das Bad seinen geringsten Umsatz (27 000 Euro). Doch dieses Angebot sei für das Unternehmen mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden, wie Rainer Warkus weiter sagt.

Der Jahresverlust dieser Tochter der Städtischen Wirtschaftsbetriebe (SWH) liegt 2015 bei 475 000 Euro. Noch einige Jahre zuvor hatte das Bad meist über eine Million Euro Verluste eingefahren. Das bessere Ergebnis sei vor allem auf die Einsparungen der Energiekosten, die Steigerung der Erträge und einer stärkeren Marketingstrategie zurückzuführen.

Investitionen der letzten Jahre

Zudem locken zahlreiche Neuerungen die Gäste ins Bad. So wurde zum Beispiel der Sauna-Innenbereich erneuert, sowie ein Wasserspielplatz im Außenbereich, die 66 Meter lange Rutsche "Grünes Monster" und vor einigen Wochen der neue Kleinkindbereich installiert. Bei Letzterem gäbe es einige Diskussionen, wie Rainer Warkus sagt. Kritik käme vor allem von Jugendlichen, die sich in diesem Bereich "mehr Power" gewünscht hätten. "Wir sind ein Familienbad und mit diesem Kleinkindbereich werden wir dem eher gerecht, als mit der Anlage vorher", erklärt der Geschäftsführer.

Zuletzt hatten sich die Tarife im Lausitzbad im Januar erhöht. Damit würde das Unternehmen aber noch im Mittelfeld aller Bäder im Umkreis liegen, wie der Geschäftsführer weiter sagt. Zum Vergleich werden unter anderen die Lagune in Cottbus, die Spreewelten in Lübbenau oder die Lausitztherme Wonnemar in Bad Liebenwerda herangeführt.