Manfred Bensch, Geschäftsführer der gleichnamigen Tiefbaufirma, die im Gewerbepark Spreewitz an der Landesgrenze beheimatet ist, hat mit weiteren sechs Firmen jetzt ein Kündigungsschreiben vom Insolvenzverwalter des Sekundärrohstoffverwertungszentrums Schwarze Pumpe (SVZ) erhalten.
Die Lieferung von Trinkwasser und die Abnahme von Abwasser wird zum 31. Dezember dieses Jahres eingestellt. Der Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband (SWAZ) springt nun in die Bresche.
Manfred Heine, Bürgermeister der Gemeinde Spreetal: „Wir sind als Kommune verantwortlich für die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung von Bürgern und Unternehmen.“ Bislang habe sich Schwarze Pumpe als eine Art Black Box selbst versorgt und das Gewerbegebiet dazu. Da die Black Box durch neue Eigentümer auseinanderbreche, habe die Gemeinde die Versorgung mit Trinkwasser dem Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband, dessen Mitglied man sei, übertragen. Auch um die künftige Abwasserentsorgung kümmere sich die Gemeinde, der Vertrag mit dem SVZ laufe weiter.
Bernd Schmied, Geschäftsführer des Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes, stellt auch klar. „Wir werden ihn mit Wasser versorgen. Wir sind sogar dazu verpflichtet“ , so die klare Ansage von Bernd Schmied. Schon im April habe es erste Kontakte zum SVZ gegeben, bei denen abgestimmt wurde, dass der zuständige öffentliche Versorger im Auftrag der Gemeinde die sieben Firmen im Gewerbepark übernehmen würde. Nun müsse jedoch an der technischen Lösung gearbeitet werden. Bernd Schmied kennt die teils maroden Anschlussleitungen und hohen Kosten durch häufige Rohrbrüche. Es werde kürzere Anschlüsse geben. Eines sei gewiss, beteuert Bernd Schmied, die Unternehmen würden nahtlos weiter versorgt werden. „Und wenn es mit dem Wasserwagen ist“ , bekräftigt Bürgermeister Manfred Heine.
Die Kosten sind noch unklar. Rohrleitungen müssten um- und vielleicht auch neu verlegt werden, erklärt Bernd Schmied. Die Kosten für den Hausanschluss seien den Kunden zu berechnen, aber momentan noch nicht zu benennen. „Wir werden auf jeden zugehen und eine Lösung finden“ , versichert der SWAZ-Geschäftsführer. (gb)