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| 02:41 Uhr

Was geschieht mit Spenden in der Kirche?

Jana-Eva Scholz, Chefin des Wittichenauer Forellvereins, mit Thilo Hoppe. Er hatte seine Gitarre mitgebracht, um mit den Besuchern des Forellabends zu singen.
Jana-Eva Scholz, Chefin des Wittichenauer Forellvereins, mit Thilo Hoppe. Er hatte seine Gitarre mitgebracht, um mit den Besuchern des Forellabends zu singen. FOTO: Heinz Hirschfeld/hir1
Wittichenau. Der evangelische Entwicklungsdienst "Brot für die Welt" ist die Spendenorganisation, bei der mehr als 90 Prozent der Einnahmen in 1400 Entwicklungsprojekte in rund 90 Ländern fließen.

(hir1) Dem Thema "Was geschieht mit den Spenden der Menschen in der Kirche?" hat sich der Forellabend zu Wochenbeginn im Wittichenauer Forellzentrum zugewandt. Thilo Hoppe, entwicklungspolitischer Beauftragter von "Brot für die Welt", sprach vor einer Gruppe von knapp zwei Handvoll Interessenten. Die Weihnachtsgabe in Kirchen ist immer etwas Besonderes. Zu Weihnachten im Vorjahr wurden im Kirchenkreis "Schlesische Oberlausitz" 78 046 Euro gespendet.

"Brot für die Welt" wurde 1959, wegen der immensen Hungerkatastrophe in Indien ins Leben gerufen und 2012 neu strukturiert. Der evangelische Entwicklungsdienst "Brot für die Welt" ist die Spendenorganisation, bei der mehr als 90 Prozent in die Entwicklungsprojekte fließen. Es werden etwa 1400 Projekte in rund 90 Ländern unterstützt, auch in Deutschland. In Europa sind es immerhin noch sieben Projekte in Ländern wie Albanien, Kroatien, Weißrussland sowie in der Russischen Föderation. Die meisten Projekte werden in Afrika finanziert. So sind es fast 200 in rund 30 afrikanischen Ländern, wie Angola, Ghana, Kamerun und Simbabwe. Dabei ist es immer Ziel, die Menschen vor Ort so zu unterstützen, dass sie sich irgendwann einmal selbst ernähren können. Es muss Technik sein, die vor Ort repariert werden kann. "Auch bei uns musste diesbezüglich umgedacht werden", so Thilo Hoppe. Wichtig sind Projekte für sauberes Wasser, der Kampf für ausgewogene Ernährung, Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, besonders in Albanien, spezielle Projekte, die Frauen eine Perspektive geben, sowie Gesundheitsprojekte. Rund 700 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu Trinkwasser. Die Wasserknappheit trifft vor allem die Länder des Südens. In ländlichen Regionen sind Frauen, die ihre Familien mit Wasser versorgen müssen, meist stundenlang unterwegs. Zwangsläufig greifen die Menschen dort zu unsauberem Trinkwasser. Dadurch sterben jährlich etwa acht Millionen Menschen. "Brot für die Welt" engagiert sich für Projekte, in denen die Trinkwasserversorgung verbessert wird.