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| 18:37 Uhr

Militaria in Krabat-Ausstellung
Was ein osmanischer Dolch mit Krabat verbindet

Bautzen. Der Oberkonservator der Dresdner Rüstkammer erklärt die Militaria in der Bautzener Ausstellung.

Wie kommt ein rubinverzierter osmanischer Dolch aus dem 16. Jahrhundert in die Krabatausstellung des Sorbischen Museums? In welchem Zusammenhang steht der Säbel aus Kairo? Wer waren die Janitscharen? Auf diese und weitere Fragen gibt am Mittwoch, 14. März, Holger Schuckelt, Orientarchäologe und Oberkonservator der Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Antwort.

Die Sonderausstellung „Krabat. Mensch. Mythos. Marke.“ reflektiert Leben und Zeit des Johann von Schadowitz, der aus Zumberak, Sichelberg nahe Agram (Zagreb) stammte, und wie dieser zu „Krabat“ wurde. Von Schadowitz war Uskoke und stammte aus der Nähe der Militärgrenze, deren Einrichtung sich bereits im 16. Jahrhundert vor allem während der Ausdehnung des Osmanenreiches unter Süleiman I. vollzog. Viele der Hintergründe zu den vielschichtigen militärischen Traditionen auf dem Balkan lassen sich nur vor diesem Hintergrund erklären.

Holger Schuckelt hat diesen Bereich im Ausstellungsteam betreut. Er vermittelte, dass die Ausleihe osmanischer, kroatischer und weiterer Militaria aus der Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts aus der Türckischen Cammer ermöglicht wurde. Zudem war somit ein ausgewiesener Experte für diesen Bereich in der Vorbereitungsgruppe der Sonderexposition.
Am 14. März bietet sich nun die Gelegenheit, diese für das Sorbische Museum in Bautzen ungewöhnlichen Exponate in ihrem gesamten Herkunfts- und Bedeutungszusammenhang erläutert zu bekommen.  

Sorbisches Museum Bautzen, Ortenburg 3
Mittwoch, 14. März, 18 Uhr, Führung durch die Ausstellung „Krabat. Mensch. Mythos. Marke“; 19 Uhr Vortrag „Kroatische und osmanische Militaria in der Krabat-Ausstellung“. Das Museum weist darauf hin, dass der Vortrag eventuell vor der Führung stattfindet. Kontakt: 03591 27087017
Teilnahmegebür: fünf Euro.
www.sorbisches-museum.de

(red/dh)