Dietmar Kretschmar (Spreetaler Wählervereinigung) wollte im Gemeinderat wissen: "Was passiert nun mit der Kuhbrücke in Zerre?"

Die Gemeinde ringt schon seit längerem um die Verlängerung der Spreestraße zwischen Neustadt und der Bundesstraße 97. Diese würde zwischen Spreewitz und Zerre den Fluss queren müssen. "In der Spreeaue zu bauen ist schon ein großer Eingriff", räumte Bürgermeister Manfred Heine (parteilos) ein.

Heine verfolgte bisher eher den langfristigen Plan und wünschte sich zunächst ein stichhaltiges Konzept für die Brücken-Bauwerke, von denen es eine beachtliche Anzahl in der Gemeinde gibt, da jeder Ortsteil außer Spreetal an Spree oder Kleiner Spree liegen.

Doch nun stehen Entscheidungen an. Denn seit dem Hochwasser in den Jahren 2010 und 2012 ist die Kuhbrücke durch Treibgut beschädigt worden. "Das Hochwasser kam zu einer ungünstigen Zeit", meint Heine. Aber das Landratsamt hat bisher noch keine Entscheidung zur Verlängerung der Spreestraße getroffen. Der Bürgermeister hofft noch auf eine Antwort bis Jahresende. Dann fügt er hinzu: "Wenn wir bis Jahresende keine Antwort erhalten, werden wir die Brücke bauen." Doch bei der Kuhbrücke wie auch bei anderen der rund zwei Dutzend Brücken in der Gemeinde seien noch nicht die Eigentumsverhältnisse geklärt. Während die Gemeinde vom Eigentümer Nutzungsrechte für das Brückenbauwerk erhalten hat, besitzt die Gemeinde jedoch nicht das Eigentumsrecht, das zum Bau eines neuen Bauwerks notwendig ist. "Noch schwebt alles im Raum, denn der Eigentümer will derzeit nicht verkaufen", so Heine, der hofft, bis Jahresende die Eigentumsverhältnisse geklärt zu haben.