Dort begaben sich die Wanderer auf Spurensuche nach dem Überleiter 7.

Dieser Kanal soll eines Tages den Partwitzer mit dem Blunoer Südsee verbinden. Da es aber aus wasserwirtschaftlichen Gründen nicht notwendig ist, müsste der Freistaat Sachsen die Finanzierung als ausschließlich touristisches Infrastrukturprojekt aus eigener Tasche begleichen. Doch die erforderlichen zehn Millionen Euro hat derzeit niemand.

"Somit könnte man sagen, wir befinden uns auf dem Überleiter-7-Gedenklauf", erklärte Wanderleiter Eckhard Hoika augenzwinkernd. Als Inhaber einer Touristikfirma weiß der Altdöberner, wie wichtig dieses Projekt für das Seenland wäre. "Dann ginge es auf kurzem Wege vom Senftenberger über den Geierswalder und Partwitzer See hinüber zur geplanten Blunoer Strandpromenade", so Hoika. Nach jetzigem Stand müsse für diese Tour die wesentlich längere Route über den Neuwieser See genommen werden. "Der Überleiter 7 würde für Partwitz eine Art Insellage bringen. Das wäre mal was ganz anderes", stieß Christoph Pech, Inhaber des Partwitzer Hofes und Initiator der Nachtwanderung, ins gleiche Horn.

Die übrigen Mitwanderer nahmen die Informationen interessiert zur Kenntnis. Allerdings lag ihr Augenmerk auf ganz anderen Erscheinungen im nächtlichen Wald. Beispielsweise auf das häufige Knacken im Unterholz. "Nicht weit von hier ist das Seenland-Wolfsrudel beheimatet", stellte Christoph Pech eine mögliche Ursache der unheimlichen Geräusche zur Diskussion. "Ach was, das war nur der Wind", meinte eine dunkle Stimme aus der Wandergruppe.