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Waldjugendspiele schulen Nachwuchs in Lauta

83 Kinder der dritten und vierten Klassen aus Schulen in Lauta, Hoyerswerda und Schwepnitz absolvierten mitten im Wald die Waldjugendspiele.
83 Kinder der dritten und vierten Klassen aus Schulen in Lauta, Hoyerswerda und Schwepnitz absolvierten mitten im Wald die Waldjugendspiele. FOTO: Anja Guhlan/ang1
Lauta. 83 Kinder der dritten und vierten Klassen aus Schulen in Lauta, Hoyerswerda und Schwepnitz absolvierten gestern mitten im Wald die Waldjugendspiele. Heute absolvieren nochmal 80 Schüler den Rundkurs. Für alle Schüler galt es, an neun Stationen Wissen, Geschicklichkeit und auch Teamwork zu zeigen.

Mitten ins Grüne hat Julia Grote vom Staatsbetrieb Sachsenforst die 83 Dritt- und Viertklässler eingeladen. Während die Lautaer Schüler mit ihren Rädern zu den Waldjugendspielen am Rande des Lautaer Stadtparks radelten, kamen die Hoyerswerdaer und Schwepnitzer Schüler motorisiert. Viele der Lautaer Kinder kennen den Ort bereits, einige andere staunen hingegen nicht schlecht.

An insgesamt neun Stationen müssen sich die Schüler schließlich beweisen. Dazu werden sie in Gruppen eingeteilt und bekommen Teamnamen wie "Die Wölfe" und "Die Rehe". An den vielfältig gestalteten Stationen wird unter anderem Wissen abgefragt. So fragt der Forstmitarbeiter Michael Bayer an einer Station die Namen der bekanntesten einheimischen Tiere ab, in dem er kleine Tierfiguren empor hält. "Keiler, Bache oder Rehbock und Ricke" kommen als Antworten. "Gut" lobt Michael Beyer, der auch Fakten zu den jeweiligen Tieren schildert. "Wachsen beim Keiler die Zähne wieder nach, wenn sie abgebrochen sind?", will der zehnjährige Leonard aus Lauta wissen. "Nein", beantwortet der Forstmitarbeiter die Frage.

"Erlebnisort Wald" spielerisch entdecken

Die Kinder wollen viel wissen und saugen jede Information auf. An einer anderen Station geht es um Baumarten: "Die Kinder wissen schon allerhand", lobt Forstmitarbeiter Fred Knutzsch die Schüler, die Linden, Buchen, Ahorn und Tannen bestens voneinander unterscheiden können. "Wir haben viele verschiedene Bäume zu Hause und ich kenne die Arten", meint der zehnjährige John aus Lauta. Wie ein Baum aufgebaut ist, erfahren die Schüler an einer nächsten Station. "Oft versuchen wir dann das ganze spielerisch umzusetzen", erklärt Julia Grote. "Denn der Wald soll auch als Erlebnisort entdeckt werden." So spielen die Kinder zum Beispiel mit Geschick und Schnelligkeit ein "Baumscheibenrennen". Wilhelm und Susanne, beide neun Jahre alt und aus Hoyerswerda, finden das Spiel "super witzig".

Bei Lautas Revierleiterin Julia Menzel, die ebenfalls eine Station betreut, geht es um die Nahrungskette. Die Schüler bekommen auch hier spielerisch anhand eines Netzes erklärt, wer wen im Wald frisst und wie abhängig alle voneinander sind und das dieses System auch zusammenbrechen kann, sollte etwas das Netz verlassen.

Sensibilisierung für die Umwelt

An eine der letzten Stationen lässt Forstmitarbeiter Mike Thomiczny die Kinder einigen Müll aus dem Wald holen und erklärt dabei, was der Müll bei Waldbewohnern, aber auch bei dem Wald selbst für Schäden anrichten kann: Schnittverletzungen bis hin zum Erstickungstod von Tieren durch Glasscherben oder Pfandflaschen, die achtlos weggeworfen wurden. Zudem wird über die Brandgefahr und das Auffinden von Munitionsüberresten aufgeklärt. "Die Kinder sollen hier ein bisschen sensibilisiert werden", erklärt der Forstmitarbeiter.

Am Ende haben alle Schüler die Stationen gut gemeistert. Sie haben mehr über die Bedeutung des Waldes, seine Notwendigkeit zum Schutz und die nachhaltige Mehrung gelernt und den Wald als Erlebnisort entdeckt. Julia Grote ist zufrieden und zieht positive Bilanz: "Die Kinder waren neugierig, sie hatten sichtlich Spaß und nehmen hoffentlich etwas mehr Wissen über die Natur und grüne Berufe wie den Forstwirt mit nach Hause."

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Die Waldjugendspiele werden seit dem Jahr 1999 in allen sächsischen Forstbezirken durchgeführt und sind eine Kooperation des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft - Sachsenforst, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. und des Sächsischen Kultusministeriums. Jährlich erleben so über 5000 Sächsische Schüler und Schülerinnen einen Tag mit Förstern, Waldarbeitern und ihren Lehrern im Wald.