Von Rita Seyfert

Vor wenigen Wochen ließen sich die Besucher und Badegäste vom Waldbad Wittichenau noch die Spätsommersonne auf den Bauch scheinen. Statt Decken und Luftmatratzen liegen inzwischen nur noch bunte Herbstblätter auf der Liegewiese. Zwar öffnet das Waldbad erst wieder am 1. Juni kommenden Jahres. Doch nach der Badesaison ist vor der Badesaison. Deswegen denkt Schwimmmeister Uwe Mickel jetzt bereits wieder an die Vorbereitungen für den Sommer.

Im ersten Leben Zimmermann, arbeitet er im Winterhalbjahr auf dem städtischen Bauhof. „Alles, was Holz heißt, ist meins“, sagt er. Selbstverständlich hat er da auch gleich die Anlagen vom Waldbad im Blick. Und seit der letzten Grundsanierung im Jahre 1996/97 stehe nun vor allem die Werterhaltung auf der Agenda, sagt er.

So müsse beispielsweise der Matschspielplatz renoviert werden. Auch am Pumpenpodest hat bereits der Zahn der Zeit genagt. Daher soll der marode Bau demnächst komplett abgerissen und neu gebaut werden. Falls dann noch Geld für den Sandspielplatz übrig sei, wie Schwimmeister Mickel sagt, könne man auch über neue Spielgeräte nachdenken.

Alternativ sei geplant, die Kletterburg samt Rutsche und Hangelteil abzubauen und zu reparieren. Dank einer solchen Wartung könne die Lebensdauer der Spielanlage um mindestens zwei bis drei Jahre verlängert werden.

Auch die große Rutsche muss Schwimmmeister Mickel vorm jährlichen TÜV im April wieder in Ordnung bringen, also die Schrauben zwischen den Rutschsegmenten festziehen und die Verbindungsstücke neu verfugen. Das habe aber noch ein bisschen Zeit.

Jetzt wolle er erst einmal seine Überstunden abbummeln. Denn wegen des fantastischen Sommerwetters verlängerte das Waldbad Wittichenau seine Öffnungszeiten an zahlreichen Nachmittagen. Immerhin, rund 18600 Besucher erfrischten sich von Anfang Juni bis September im Waldbad Wittichenau. „Das war schon ordentlich“, so der Schwimmmeister.