(ang) Die Stadt Lauta verzichtet im nächsten Jahr auf den Holzeinschlag im kommunalen Wald. Nach schweren Stürmen und langanhaltender Trockenheit sind die Sachsenwälder arg gestresst und vielfach von Schädlingen wie dem Borkenkäfer befallen. Weil die stark geschwächten Bäume unter die Säge müssen, ist viel Holz auf dem Markt und der Preis im Keller. Der Sächsische Waldbesitzerverband hat deshalb gefordert, dass die öffentliche Hand unter Federführung des Staatsbetriebes Sachsenforst vom Frischholzeinschlag derzeit Abstand nimmt. Damit soll der eingebrochene Markt beruhigt werden.

„Aufgrund des immer noch großen Aufkommens von Holz im Kommunalwald, das durch zahlreiche Stürme, Trockenheit und Schädlingsbefall verursacht wurde, ist ein Holzeinschlag im Jahr 2020 bei uns nicht nötig. Immer noch sind Firmen beschäftigt, das Schadholz aus den Wäldern zu bergen und aufzuarbeiten“, erklärt Lautas Bauamtsleiter Wolfhardt Persicke.  Er fügt hinzu: „Der Preis für die Holzernte durch Dienstleister ist durch diese Situation beträchtlich angestiegen, während der Erlös für das Holz weiterhin deutlich gesunken ist. Eine planmäßige Waldbewirtschaftung mit Holzeinschlag ist zurzeit deshalb eher unwirtschaftlich.“

Da kein Ertrag aus dem Kommunalwald erwartet werden kann, der Aufwand für die Verkehrssicherung, die Verwaltungskosten und den forstlichen Revierdienst aber trotzdem bestritten werden müssen, fährt Lauta hier erneut ein Minus ein. Mit etwa 900 Euro im Jahr ist das dem aktuell vom Lautaer Stadtrat beschlossenen Wirtschaftsplan zufolge aber überschaubar.