(skl) Total verzaubert: Die Legende vom Lausitzer Magier Krabat wird auch in diesem Sommer auf der Freilichtbühne in Schwarzkollm (Landkreis Bautzen) fortgeschrieben. Sechs Monate vor der Premiere der Krabat-Festspiele 2019 wird es aber für Fans der Inszenierung bereits am Montag, 14. Januar, spannend: Der Kartenverkauf für das Spektakel beginnt. „Im vergangenen Jahr waren das Online-Kontingent innerhalb von zehn Minuten ausverkauft, die anderen Tickets am Ende des Tages. An den Telefonen werden am Montag neun Mitarbeiter die Bestellungen entgegennehmen“, sagt Festspiel-Seniorchef Peter Siebecke.

Ab 8 Uhr können sich alle die Karten – Preis: 34 Euro pro Stück plus Versand – haben bereits in die Tasten hauen auf der Internetseite www.krabat-festspiele.de Karten zu betsellen. Ab 10 Uhr solten sich alle, die Tickets für die Krabat-Festspiele haben wollen, den Telefonhörer ans Ohr klemmen. Denn dann beginnt der Verkauf über die Telefon-Hotline 0351 410 79 55. Formlose Bestellungen über die E-Mail Adresse info@krabat-festspiele.de werden nicht berücksichtigt, heißt es. Pro Person und E-Mail-Adresse können bis zu acht Karten gekauft werden.

Laut Veranstalter ist die Vorführung für Kinder bis zehn Jahre nicht geeignet. Die Krabat-Festspiele finden in diesem Jahr vom 3. bis 21. Juli 2019 statt. 15 Vorführungen sind geplant.

2010 nahm alles seinen Anfang

Die Erfolgsgeschichte der Krabatfestspiele begann vor acht Jahren mit vier Vorstellungen und jeweils 300 Besuchern. Damals wollte der Theatermacher Siebecke helfen, das Areal um die Schwarze Mühle in Schwarzkollm touristisch zu beleben.

In der Gegend soll einst jener Krabat gelebt haben, auf den die Sage vom sorbischen Faust zurückgeht und der durch die Bücher von Jurij Brezan und Otfried Preußler weltbekannt wurde. Ein Erlebnishof in dem kleinen Dorf bei Hoyerswerda kümmert sich darum, sorbische Kultur zu vermitteln und die Geschichte des jungen Müllerburschen, der beim Schwarzen Müller das Zauberhandwerk lernte, immer wieder neu zu erzählen.

Mit „Krabat – die Dunkelheit des Lichts“ begann 2018 ein neuer Festspielzyklus, in dessen Mittelpunkt der Schwarze Müller steht. Rund 9000 Zuschauer sahen in 15 ausverkauften Veranstaltungen, wie aus dem Müllermeister ein dunkler Zauberer wurde. „Diese Geschichte werden wir weitererzählen. Aber am Textbuch arbeiten wir noch. Vielleicht ist unser Erfolgsrezept, dass wir den Lebensweg unseres Krabats mit dem Sagenschatz der Oberlausitz verzweigen“, sagt Siebecke. Juniorchef Alexander Siebecke wird mit Autor Michael Kuhn voraussichtlich im April die Proben zum neuen Stück beginnen.

Sonderaufführung nur für Schwarzkollmer

Neben zehn Profi-Schauspielern wirken bei der neuen Produktion wieder Statisten aus den Dörfern rund um Hoyerswerda sowie Hunderte Mitstreiter und Helfer hinter den Kulissen mit. Im März planen die Festspiel-Macher zudem ein Casting für Jugendliche ab 15 Jahren. Statt 15 Vorstellungen seien in diesem Jahr zwei weitere Aufführungen geplant. „Eine davon ist den Schwarzkollmern vorbehalten“, sagt Siebecke.

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