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| 15:56 Uhr

Silvester 2017
Vorsicht beim Umgang mit Feuerwerkskörpern

Hoyerswerda/Dresden. Der Verkauf von Feuerwerk hat auch in der Oberlausitz begonnen. Jährlich gibt es viele Verletzte durch illegales oder nicht ordnungsgemäß gezündetes Feuerwerk und Böller. Wer einige Hinweise beachtet, kommt höchstwahrscheinlich gesund und munter ins neue Jahr. Von Sascha Klein

Am Donnerstag hat in der Oberlausitz der Verkauf von Feuerwerken für den Jahreswechsel begonnen. Damit das Farbenspiel in der „Nacht der Nächte“ stimmungsvoll und unfallfrei verläuft, appelliert Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) an einen vorsichtigen Umgang mit Raketen und Böllern. „Da ich möchte, dass alle Sachsen gesund ins neue Jahr starten, sollten Eltern vor allem an ihre Verantwortung für die Sicherheit ihrer Kinder denken. Feuerwerk ist Sprengstoff, das darf man nicht vergessen.“

Beim Kauf von Feuerwerksartikeln müsse auf das „CE“-Kennzeichen geachtet werden. Die alten Zulassungsnummern der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) sind nicht mehr gültig. Das „CE“-Kennzeichen bedeutet, dass die Kracher und Raketen bei sachgerechter Verwendung sicher sind und keine schädlichen Bestandteile enthalten oder gefährliche Splitter bilden können. Deshalb warnt Minister Dulig, selbst Vater von sechs Kindern: „Finger weg von illegalem Feuerwerk, das kein CE-Kennzeichen trägt! Wer nicht geprüfte Feuerwerkskörper verwendet, gefährdet nicht nur die Gesundheit und das Leben anderer, sondern vor allem sich selbst“, so Dulig.

Trotz dieser Sicherheitsmaßnahmen kommt es leider immer wieder zu Verletzungen und Sachschäden, teilt das Wirtschaftsministerium mit. „Die meisten Unfälle entstehen aus Unwissenheit, Unachtsamkeit, Übermut und Leichtsinn. Halten Sie sich beim Abbrennen der Feuerwerkskörper an die Hinweise in der Gebrauchsanleitung und die Sicherheitsinformationen des Herstellers“, mahnt Minister Dulig.

Damit bei aller Ausgelassenheit und Freude zum Jahreswechsel „nichts ins Auge geht“, sollten unbedingt folgende Bestimmungen und Ratschläge beachtet werden:

Feuerwerk der Kategorie F1 (zum Beispiel Tischfeuerwerke) stellt eine geringe Gefahr dar. Es darf das ganze Jahr über verkauft und verwendet werden. Dagegen ist der Verkaufszeitraum von Feuerwerk der Kategorie F2 (etwa Raketen, Verbundfeuerwerk und Batterien) begrenzt, in diesem Jahr ist der Stichtag der 28. Dezember.

Das Abbrennen von Feuerwerk der Kategorie F2 ist auf den 31. Dezember und 1. Januar beschränkt. Grundsätzlich können Städte und Gemeinden Feuerwerke zeitlich oder räumlich weiter eingrenzen.

Der Verkauf von Feuerwerkskörpern darf nur innerhalb von Verkaufsräumen und nicht an offenen Ständen im Straßenverkauf oder von Fahrzeugen erfolgen und muss von fachkundigem Verkaufspersonal beaufsichtigt werden.

Nur Personen ab 18 Jahren dürfen Feuerwerk der Kategorie F2 kaufen und abbrennen.

Feuerwerk der Kategorie F2 darf nur im Freien gezündet werden und die Hinweise der Gebrauchsanweisung sind unbedingt zu beachten. Jeder sollte dabei auf ausreichende Sicherheitsabstände zu anderen Personen und zu Gebäuden achten. Auch sollte auf Kinder und ältere Menschen besonders Rücksicht genommen werden. Gedacht werden sollte ebenfalls an Haustiere – diese reagieren empfindlich auf Lärm und grelles Licht.

In der unmittelbaren Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Altersheimen sowie Reet- oder Fachwerkhäusern ist das Zünden von Feuerwerk generell verboten.

Eindringlich wird vor selbstgebauten Feuerwerkskörpern gewarnt! Die Produkte enthalten explosionsgefährliche Stoffe, die bei unsachgemäßem Umgang zu schweren Verletzungen führen können.
Hände weg von „Blindgängern“ – sie dürfen kein zweites Mal verwendet werden. Ein verzögerter Zündvorgang kann zu erheblichen Verletzungen führen.