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Hoyerswerda
Vorfreude auf die Messe

Thomas Schäffter, der Vorsitzende des Hoyerswerdaer Modellbauclubs, zeigt in der Bastelwerkstatt des Vereins in der Niederkirchnerstraße das Straßen-Diorama, das auch in Senftenberg gezeigt wird.
Thomas Schäffter, der Vorsitzende des Hoyerswerdaer Modellbauclubs, zeigt in der Bastelwerkstatt des Vereins in der Niederkirchnerstraße das Straßen-Diorama, das auch in Senftenberg gezeigt wird. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda . Hoyerswerdaer Modellbauclub beteiligt sich erneut an der Lausitzmodellbau am Wochenende 17. bis 19.November in der Senftenberger Niederlausitzhalle. Von Katrin Demczenko

Alle zwei Jahre im November findet in der Niederlausitzhalle Senftenberg die große Messe Lausitzmodellbau statt, an der auch wieder der Modellbauclub Hoyerswerda teilnimmt. Fast alle der zwölf Mitglieder, drei kommen aus Spremberg, Cottbus und Nürnberg, werden vom 17. bis 19. November abwechselnd den Stand betreuen, sagte der Vereinsvorsitzende Thomas Schäffter. Jeder Modellbauer kann so an diesem Wochenende seine eigenen, detailgetreu nachgebauten Star Wars-Modelle, Düsenjets, Segelschiffe, Lkw und Pkw zeigen. Damit all diese mit viel Geduld und ruhiger Hand zusammengesetzten Objekte gut zur Geltung kommen, werden sie von ihren Erbauern oft in selbst erdachten, kreativ gestalteten Dioramen präsentiert.

Thomas Schäffter zeigt in der Bastelwerkstatt Niederkirchnerstraße 30 eine vereinseigene, in Gemeinschaftsarbeit entstandene Landschaft mit Gebäuden, Wiesen und einer Straße, auf der sogar ein kleines Plastauto fährt. Das in die Straße eingebaute Faller Car System gibt dem weißen Transporter die Richtung vor, erklärte der Vereinsvorsitzende. „Grundsätzlich funktioniert das wie beim Miniatur Wunderland Hamburg.“ Dieses Diorama, auf dem Feuerwehrleute mit ihrem Fahrzeug auch gerade ein brennendes Haus löschen, wird natürlich in Senftenberg gezeigt.

André Alexiewicz baut an einem Ford Shelby. Er hat in den 1970er-Jahren mit dem Modellbau begonnen und musste damals zunächst mit Papierfliegern Vorlieb nehmen.
André Alexiewicz baut an einem Ford Shelby. Er hat in den 1970er-Jahren mit dem Modellbau begonnen und musste damals zunächst mit Papierfliegern Vorlieb nehmen. FOTO: Katrin Demczenko

Wer in seiner Freizeit Modelle baut, will dem realen Vorbild so nahe wie möglich kommen, sagt das 22-jährige Vereinsmitglied Josef Mundt. Er mag am liebsten Militärfahrzeuge und setzt im Moment einen „Tiger-Panzer 1“ aus  etwa 750 Teilen zusammen. Dessen originale Ausrüstung mit allen Plätzen für die Besatzung, dem Motor, der Kühlanlage und der Munition findet er auf Fotos im Internet. „Leider ist das Modell noch nicht fertig“, so der junge Mann. Er will auf der Lausitzmodellbau sehen, wie andere Hobbybastler ihre Fahrzeuge präsentieren.

Autos aus verschiedenen Jahrzehnten fertigt das Hoyerswerdaer Vereinsmitglied André Alexiewicz gern an und arbeitet derzeit an einem Ford Shelby GT 500 im Maßstab 1:12. Der Bausatz hat nur 145 Teile und ist bis zur Ausstellung fertig, sagt der Modellbauer. Die Elektronik, die später die Scheinwerfer und Rücklichter des Wagens zum Leuchten bringen wird, hat Thomas Schäffter schon in das Vereinsmodell eingebaut. André Alexiewicz setzt nun alle großen und kleinen Plastikteile zusammen und klebt sie fest. Ein Türgriff hält nicht gleich? Kein Problem, dann wird eben von Hand mit einem 1,2 Millimeter-Spiralbohrer ein kleines Loch in die Karosserie eingebracht. Schon lässt sich der Griff besser befestigen. Danach geht es ans Lackieren. Als André Alexiewicz in den 1970er-Jahren mit dem Modellbau begann, hatte er noch wesentlich bescheidenere Möglichkeiten. „Über meinem Kinderbett hing alles voller Papierflugzeuge, etwas anderes gab es nicht“, erinnert er sich. Später konnte er erste tschechische Flugmodelle aus Plastik zusammensetzen und ab 1989  endlich Automodelle bauen. Seine schönsten Miniatur-Lkw und -Pkw zeigt er auf der 6. Modellbau.