| 02:41 Uhr

Vorerst Nein zu altersgerechtem Wohnen in Laubusch

Lauta. Die ehemalige Betriebsberufsschule in Laubusch an der Hauptstraße hat sich als Domizil für betreutes Wohnen längst etabliert. Nun will der Eigentümer sein Angebot um altersgerechtes Wohnen erweitern. Die Mitglieder des Technischen Ausschusses sprachen sich dagegen aus. Anja Guhlan/ang1

Seit dem Jahr 2008 ist aus der ehemaligen Betriebsberufsschule eine Wohnanlage mit etwa 20 Plätzen für Senioren entstanden. Nun plant der Eigentümer eine Erweiterung seines Angebotes.

Sylvia Drescher, Mitarbeiterin im Bauamt, stellte in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses die Details vor: Laut einem Bauantrag plant der Antragsteller im nördlichen Teil seines Grundstückes die Errichtung von vier Modulen für altersgerechtes Wohnen. Dabei sollen auf einer Grundfläche von 148 Quadratmetern drei Module jeweils mit einem Aufenthaltsraum und einem Bad sowie ein Modul als Gemeinschaftsraum entstehen. Die Module sollen in eingeschossiger Bauweise als aneinandergereihte Sechsecke errichtet werden.

Das Vorhaben mache Sinn, wie auch einige der Räte im Ausschuss kommentierten. Jedoch versagte die Mehrheit des Gremiums das Bauvorhaben. Denn das für die Errichtung ins Auge gefasste Baufeld darf nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Es handelt sich laut dem Bebauungsplan um eine Gewerbegebietsfläche und auf der ist Wohnen untersagt.

Allerdings wurde auch der Weg aufgezeigt, wie der Antragsteller doch noch Baurecht erlangen könnte: Er könnte beim Bauamt beantragen die Fläche als Mischgebietsfläche umzuwidmen. Dazu wäre eine Änderung des Bebauungsplanes nötig. Die wäre allerdings vom Antragsteller zu finanzieren. Daher bleibt es abzuwarten, ob der Antragsteller diese Hürden nehmen will. In dem Fall, dass er den Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes stellt, wäre über das Vorhaben neu zu befinden.