Die siebte Vereinspräsentation nimmt mit den Werken therapeutischer Malerei der Selbsthilfegruppe (SHG) "Migräne" Bautzen einen größeren Rahmen ein als die bisherigen. "Gemeinsam Kunst zu schaffen sei eine Möglichkeit, Entspannung und Ablenkung zu finden", erklärte Ellen Spengler, die die SHG "Migräne" leitet, bei der Eröffnung. Auch Gisela Wuschko vom Hoyerswerdaer Verein "Spätlese" war zur Ausstellungseröffnung gekommen, um mehr über die Vielfalt der Selbsthilfegruppen im Landkreis zu erfahren. Immerhin betreut die Kontaktstelle der Diakonie als Ansprechpartner etwa 160 Gruppen, Gesprächskreise und Vereine, die Betroffene und ihre Angehörigen im Umgang mit Krankheiten, Trauer oder anderem unterstützen.

Jacqueline Bramborg, die Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle der Diakonie in Hoyerswerda betonte, dass die Gruppen mehr seien als nur ein Platz zum Reden. "Dort kommen Menschen mit ähnlichen Schicksalen zusammen, die Erfahrungen austauschen und so voneinander profitieren. Die Betroffenen fangen sich gegenseitig auf, wenn sie plötzlich mit einer chronischen Krankheit oder dem Verlust eines Angehörigen umgehen müssen", sagte Jacqueline Bramborg.

Die Bibliothekarin Heidelinde Stoermer wies bei der Eröffnung auch auf die passenden Medien hin, die parallel zur Ausstellung ausleihbar sind. Es gebe Literatur, die den Umgang mit Krankheiten und anderen Schicksalsschlägen thematisieren. Medizinisches Informationsmaterial sei ebenso im Bestand wie Erfahrungsberichte und Lebenshilfe-Ratgeber. Wenn eine SHG oder ein Verein seinen Mitgliedern diesbezügliche Medien zur Verfügung stellen will, könne die Gruppe kostenlos die Ausleihe beantragen, erklärte Heidelinde Stoermer. Dass die Themen der SHG vielfältig sind, zeigt nicht zuletzt deren Anzahl.