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Vom Wolf und den sieben Burenziegen

Meike Biskop, Projektleiterin "Der Wolf und die sieben Burenziegen".
Meike Biskop, Projektleiterin "Der Wolf und die sieben Burenziegen". FOTO: bdo1
Förstgen. Meike Biskop ist Schäferin und Agrarwirtschafterin mit Abschluss Bachelor of Science. Seit sieben Monaten leitet sie die Schäferei der Naturschutzstation östliche Oberlausitz in Förstgen. bdo1

Dort hat sie nach dem Abitur auch ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert. Da der Kontakt während des Studiums nie abriss, übernahm sie danach die Leitung der Schäferei mit etwa 700Tieren. Nun ist die Leitung des Projektes "Der Wolf und die sieben Burenziegen" dazugekommen. Es wird durch das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen (EPLR) des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums für drei Jahre gefördert. In dem Projekt für alle Altersgruppen gibt es Vorträge, Führungen, Exkursionen und Projekte über das Zusammenleben des Wolfs mit den Menschen. Ziel ist, mehr Verständnis für den Wolf zu erlangen. Darüber hinaus wird gezeigt, wie die aus Südafrika stammenden Burenziegen, die im Biosphärenreservat gemeinsam mit niedersächsischen Moorschnucken als ökologische Rasenmährer eingesetzt werden, zur Artenvielfalt der Pflanzen beitragen. "Das Projekt ist eine große Herausforderung für mich. Der Reiz liegt darin, dass ich mit Kindern genauso wie mit Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten kann. Ich möchte ihnen das Leben des Wolfes näherbringen und beitragen, den Konflikt Wolf-Mensch-Nutztier zu entschärfen", sagt Biskop. Erste Gelegenheit ist das "Wolf-Schaf-Camp" im Juli.