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| 15:09 Uhr

Hoyerswerda
Vom Stein zum funkelnden Edelmineral

Er hat den Überblick über den „Tag der Mineralogie“ im Bürgerzentrum und ist der „Herr der Steine“: Peter Hildebrandt zeigt eine Bergkristallstufe aus dem Steinbruch Oßling.
Er hat den Überblick über den „Tag der Mineralogie“ im Bürgerzentrum und ist der „Herr der Steine“: Peter Hildebrandt zeigt eine Bergkristallstufe aus dem Steinbruch Oßling. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Der bevorstehende Mineralogie-Tag ist etwas für Entdecker. In Hoyerswerda können Hobby-Forscher in die Welt der Steine tauchen.

Einen gewöhnlichen Stein zum Erstrahlen bringen? Geheime Mineralien-Fundplätze erfahren? Funkelnde Schönheiten unter dem Mikroskop erforschen? All das ist am kommenden Wochenende in Hoyerswerda möglich.

Denn das Naturwissenschaftlich-Technische Kinder- und Jugendzentrum (NATZ) Hoyerswerda und die Fachgruppe Mineralogie Ostsachsen bereiten den 25. Tag der Mineralogie vor. Am 24. und 25. Februar wird je ab 13 Uhr im Bürgerzentrum, Braugasse 1, eine Ausstellung zu sehen sein. Der Titel: „Bezaubernde Welt der Minerale“.

Wie der Leiter der Arbeitsgemeinschaft (AG) Mineralogie im NATZ, Peter Hildebrandt, erklärt, sind unter den Ausstellern Schüler seiner AG, Hobbymineralogen  aus Senftenberg, Cottbus und Bautzen sowie echte Experten.

Diese Experten bestimmen auch von Besuchern mitgebrachte Minerale, erklären, wo Fundplätze sind und wie eine Gesteinssammlung angelegt wird. Am Samstag um 15 Uhr gibt es einen Vortrag über „Schätze der Erde“, danach wird mit Bernstein experimentiert und aus Mineralien Schmuck hergestellt.

Sonntag kann jeder ab 15 Uhr unter Anleitung von Peter Hildebrandt an Maschinen des NATZ Steine selbst schleifen und polieren, um deren Schönheit sichtbar zu machen. Anschließend ab 16 Uhr steht das Mikroskop zur Betrachtung von Micromounts bereit. Das sind nur wenige Millimeter kleine Fundstücke, deren mineralogisch bedeutsame Besonderheiten mit bloßem Auge nicht betrachtet werden können, erklärt Hildebrandt.

Der Tag der Mineralogie zieht mittlerweile auch überregionale Gäste an. Anfangs wurde er vom NATZ organisiert, damit die Mitglieder der Mineralogie-AG ihre Arbeitsergebnisse zeigen und der Öffentlichkeit ihr Hobby vorstellen konnten, erzählt Peter Hildebrandt. Jede Veranstaltung bekam ein anderes Motto wie zum Beispiel „Calzit“ oder „Achate“ und zu einigen Themen hielt der begeisterte Hobbymineraloge Hildebrandt selbst Fachvorträge. Später konnte er die Bezirksgruppe Ostsachsen als Unterstützer für den Tag der Mineralogie gewinnen. Einige Mitglieder übernahmen die Vorträge und begannen, die Mineralien-Ausstellungen mit zu organisieren. Durch die Beteiligung der Hobbymineralogen können die Besucher mehr Exponate mit höherem Schauwert betrachten und sie erhalten fachlich fundierte Kenntnisse über Minerale aus der Lausitz und Sachsen, schwärmt Hildebrandt. Einer, der sich aktiv an der Ausstellung beteiligt, ist der Mitarbeiter der TU Bergakademie Freiberg Max Hesse. Er war vor vielen Jahren selbst AG-Kind, hat sein Interesse an Mineralogie gefunden, Bergbau studiert und bis heute seine beruflichen Wurzeln nicht vergessen, freut sich Hildebrandt über diese besondere Unterstützung.