Erst einmal die Treppe zum Seitenaufgang der Lausitzhalle erklommen, die dicken Schneeflocken von den Haaren geschüttelt, wurde es den Besuchern der Disco-Deluxe-Party dank schriller Lichteffekte und noch heißerer elektronischer Klänge schnell wieder warm. Während draußen die Schneeflocken tanzten, verausgabten sich die Jugendlichen unter der Discokugel.
Für Veranstalter Daniel Reiche sollen Partys vor allem eines sein, nämlich „Abwechslungsreich“ . „Es macht einfach Spaß immer wieder neue Lokalitäten wie die Lausitzhalle auch mal für eine Disco-Party zu nutzen“ , so Reiche. Statt Jacken anzunehmen und Belegnummern zu verteilen, ließen die DJ's in der Garderoben-Nische ihre Plattenteller rotieren und heizten die Tanzfläche mit experimentellen Harmonien auf. Neben den elektronischen Elementen gab's vom DJ-Tresen auch echte handgemachte Musik auf die Ohren. Mit seinen Percussion-Instrumenten sorgte „J-Beatz“ für beste Live-Unterhaltung und war mit seinem Trommelwirbel schnell die Attraktion beim tanzwilligen Publikum. Noch die House-Rhythmen der dicht gedrängten Tanzfläche im Ohr, entführten die DJ's der Black- und Reggae-Szene ihr Publikum, nur ein paar Schritte auf dem bebenden Fliesenboden des Foyer entlang, in karibische Gefilde - hin zu den Wurzeln der Rasta-Musik.
In der Wohlfühlecke konnten schon mal die Beine hoch gelegt und dabei gleichzeitig den Botschaften eines Bob Marley gelauscht werden. Dicht am Fenster sitzend trennte die Anhänger der südlichen Rhythmen jetzt nur noch die Glasscheibe von der klirrenden Kälte auf dem schneebedeckten Lausitzer Platz. Erst in den frühen Morgenstunden zog es die Besucher von der wohligen Atmosphäre der Sexy Nights nach draußen, um auf dem Heimweg durch den Schnee zu stapfen.