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| 02:51 Uhr

Vom Dienstleister zum Macher

Steffen Grigas, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VBH) zeigt gemeinsam mit Sybill Zaunick von der VBH-Stabsstelle das Plakat mit dem neuen Logo des stadteigenen Unternehmens.
Steffen Grigas, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VBH) zeigt gemeinsam mit Sybill Zaunick von der VBH-Stabsstelle das Plakat mit dem neuen Logo des stadteigenen Unternehmens. FOTO: Sascha Klein
Hoyerswerda. Die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VBH) wollen weg vom Image des grauen Energielieferanten hin zum "Macher und Kümmerer" in Hoyerswerda. Anlässlich des 20. Geburtstags des Unternehmens führt die VBH eine Kundenkarte ein, die Vergünstigungen für die Nutzer bringen soll. Sascha Klein

Neues Logo, neue Ausrichtung: Ab dem 18. Februar zeigen sich die VBH in Hoyerswerda runderneuert. Allein beim neuen und klaren VBH-Logo, das nach und nach das alte im Stadtbild ersetzen soll, wird es nicht bleiben, sagt Geschäftsführer Steffen Grigas. Die Versorgungsbetriebe haben sich auf die Fahnen geschrieben, kundenorientierter zu werden. Ein Angebot soll eine neue Kundenkarte werden, mit der zunächst Stromkunden der VBH Leistungen an anderer Stelle günstiger oder andere Zusatzleistungen bekommen. Da die VBH im Verbund der Städtischen Wirtschaftsbetriebe (SWH) durch ihren jährlichen Überschuss in Höhe von 2,5 bis drei Millionen Euro unter anderem Lausitzbad und Lausitzhalle quer subventionieren, soll es zunächst um Angebote innerhalb der SWH-Gruppe gehen, so Geschäftsführer Steffen Grigas. Welche Rabatte und Sonderleistungen es für VBH-Kunden geben soll, werde sich in den kommenden Monaten entscheiden. Konkrete Beispiele kann Grigas noch nicht nennen. Die Planungen liefen noch.

Die Versorgungsbetriebe wollen sich in Zukunft als das präsentieren, was sie im Hintergrund in Hoyerswerda seit einigen Jahren sind - als das Unternehmen, das durch Partnerschaften und Sponsoring Aufgaben übernimmt und Angebote damit sichert. Vom Versorger zum Lebensqualität-Anbieter: Dahin soll der Imagewandel des Unternehmens führen. "Wir wollen Macher und Kümmerer werden", betont Steffen Grigas. Deshalb haben die Versorgungsbetriebe ein neues Markenversprechen definiert. Es lautet kurz: "Wir machen das."

Was die VBH aktuell macht: Sie unterstützt die Ganztagsangebote der beiden Hoyerswerdaer Mittelschulen. Ohne Förderungen von außen seien diese gefährdet, sagt Grigas. Also greift die VBH den Mittelschulen seit diesem Schuljahr dabei unter die Arme. "Wir fördern vor allem die Kinder- und Jugendarbeit", so der Geschäftsführer. "Wir machen das gerne und sorgfältig. Es ist schließlich das Geld der Kunden." So unterstützt der Arbeitgeber von 112 Mitarbeitern ebenso die Handballer des LHV, die Jugendarbeit des SC Hoyerswerda, den HSV 1919 sowie 14 Kitas. Laut Grigas gibt es zurzeit 36 Sponsoringverträge zwischen VBH und Partnern in der Stadt. Mehr als 100 000 Euro setze das Unternehmen dafür ein.

In diesem Jahr werden die Versorgungsbetriebe 20 Jahre alt und werden das immer wieder durch Aktionen feiern. Eine erste soll am 16. Februar in der Lausitzhalle stattfinden. Beim Familiennachmittag will das Unternehmen erstmals sein neues Image präsentieren - mit Kinderunterhaltung, Musik des Orchesters Lausitzer Braunkohle und Gewinnaktionen.

Im laufenden Geschäftsjahr wird die VBH Grigas zufolge mehr als sechs Millionen Euro in Sanierung, Neubau, Instandhaltung und Rückbau investieren - eine vergleichbare Summe wie im vergangenen Jahr. Das größte Projekt wird der Anschluss von Schwarzkollm an das Abwassernetz der Stadt Hoyerswerda, um den Ortsteil zentral zu entsorgen.

Zum Thema:
Die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VBH) haben nach eigenen Angaben etwa 18 000 Stromkunden. Ab dem Januar 2014 hat die VBH auch die Konzessionen für die Gasversorgung in Schwarzkollm, Zeißig, Bröthen-Michalken und Dörgenhausen sowie die Stromkonzession für alle fünf Ortsteile Hoyerswerdas. In der Kernstadt ist das Unternehmen bereits Versorger Nummer eins.