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| 11:15 Uhr

Zuse-Computer-Museum
Vom Abakus bis zu digitaler Kunst

Foucault-Gymnasiasten haben die Ergebnisse ihrer Arbeit im zu Ende gegangenen Schuljahr für das Projekt Konrad Zuse schaut über die Grenzen" vorgestellt. Rechts Andrea Prittmann, Leiterin des Zuse-Computer-Museums.
Foucault-Gymnasiasten haben die Ergebnisse ihrer Arbeit im zu Ende gegangenen Schuljahr für das Projekt Konrad Zuse schaut über die Grenzen" vorgestellt. Rechts Andrea Prittmann, Leiterin des Zuse-Computer-Museums. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Junge deutsche und tschechische Leute entwickeln gemeinsam Ideen für die Dauerausstellung des Zuse-Computer-Museums Hoyerswerda. Von Katrin Demczenko

Mit dem Ende des Schuljahres ist auch der erste Teil des EU-Projektes „Konrad Zuse schaut über die Grenzen“ Geschichte. Neuntklässler des Foucault-Gymnasiums und Auszubildene aus Chomutov in Tschechien haben gemeinsam mit dem Zuse-Computer-Museum an einer Dauerausstellung mitgearbeitet.

Welche Inhalte die gemischtsprachigen Gruppen in dem Schuljahr zum Thema Processing Unit erarbeitet haben, stellten die Foucault-Gymnasiasten im Museum vor. Amelie erklärte, dass sie und ihre Mitstreiter mit Mitarbeitern des Museums die Konzeption für den Ausstellungsbereich festgelegt haben. Dabei galt es, Ideen für den Rundgang zu entwickeln und zu entscheiden, welche Objekte die ausgewählten Inhalte am besten darstellen. Gezeigt wird die Veränderung des Rechnens, beginnend mit dem Abakus über mechanische Rechenmaschinen bis zum Computer der Gegenwart.

Die Gruppe um Tom hat für den Ausstellungsabschnitt alle Texte erstellt, deren wichtigste auf Deutsch, Englisch und Tschechisch zu lesen sind. „Die Kommunikation mit den Tschechen war nicht ganz einfach, denn sie konnten kaum Deutsch und wir kein Tschechisch“, erzählte der Neuntklässler. Deshalb war die Verständigungssprache seit dem ersten dreitägigen Treffen in Hoy­erswerda Englisch.

Neles Gruppe überlegte sich zum Thema Digitale Kunst einen Instagramm-Account, auf den jeder Mensch Fotos zum Thema Rechnen und Computer hochladen kann. Diese sollen den Wandel des Umgangs mit Rechentechnik im Alltag darstellen und per Beamer für Ausstellungsbesucher gezeigt werden.

Lilly berichtete von der neuen Geschichte für den Audioguide „Hör ZUse“, die sie und ihre Mitstreiter für den Ausstellungsbereich entwickelt haben. Pioniere der Rechentechnik wie Adam Riese oder Steve Jobs werden darin vorgestellt, was viel Recherchearbeit erfordert hat, sagte das Mädchen. Die tschechischen Schüler haben die Geschichte in ihrer Muttersprache eingesprochen und ein Schauspieler auf Deutsch, ergänzte Museumsleiterin Andrea Prittmann. Auf Englisch liegt diese Audioguide-Geschichte schriftlich vor.

Das EU-Projekt „Konrad Zuse schaut über die Grenzen, das seit September 2017 läuft, wird bis 2020 finanziert über das Kooperationsprogramm der Europäischen Union zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik, erklärt Museumsleiterin Andrea Prittmann. Der Leiter des Foucault-Gymnasiums Uwe Blazejczyk findet für die Schüler wichtig, dass sie sich mit IT-Technik nicht nur Klassenraum beschäftigen, sondern „über die Schulgrenzen hinaus lernen“.

Komplett aufgebaut wird der erste Ausstellungsabschnitt voraussichtlich Ende August sein und im Herbst beginnt der zweite Durchgang zum Thema Speichern mit einem Auftakttreffen in Chomutov.