| 02:45 Uhr

Vollbremsung in der Busschule

Der erste Schritt zur Sicherheit: Die Kinder steigen an der Haltestelle ruhig ein. Heidrun Fromelius erklärt ihnen in der Busschule, worauf es ankommt.
Der erste Schritt zur Sicherheit: Die Kinder steigen an der Haltestelle ruhig ein. Heidrun Fromelius erklärt ihnen in der Busschule, worauf es ankommt. FOTO: Katrin Demczenko/dcz1
Hoyerswerda. Das sichere Bewegen im Verkehr will gelernt sein. Und deshalb gibt es für alle Hoyerswerdaer Grund- und Förderschulen regelmäßig Busschul-Angebote. dcz1

Die Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda (VGH) und die Verkehrswacht bieten ein Verkehrserziehungsprojekt der Unfallkasse Sachsen an, zu dem am Mittwoch auch Erst- und Zweitklässler der Nikolaus-Kopernikus- und der Lindenschule gekommen waren.

Die Busschule steht auf mehreren Säulen. Die Verkehrswacht zeigte den Kindern einen Film, der das richtige Ein- und Aussteigen und das Verhalten im Bus thematisiert. Danach folgte der praktische Teil in einem Bus der VGH, bei dem die Kinder die rot gekennzeichneten Sicherheitseinrichtungen des Verkehrsmittels kennenlernten. VGH-Vertriebsleiterin Heidrun Fromelius erklärte die drei Wege, einen Bus bei Gefahr zu verlassen: Entweder der Fahrer öffnet die Türen von Hand, jemand drückt die Dachluken auf oder man schlägt mit dem kleinen roten Hammer eine Scheibe ein. Im Gefahrenfall gilt es, ruhig aus dem Fahrzeug herauszukrabbeln und sich gegenseitig zu helfen, erklärte sie den Kindern.

Am Haltepunkt Neustadt erwartete die Busschüler eine kontrollierte Vollbremsung. Dabei konnten sie beobachten, wie ein großer Kanister voller Wasser schon durch eine Bremsung bei einer Geschwindigkeit von etwa 40 Kilometern pro Stunde unkontrolliert bis zur Fahrerkabine rutschte. "Das passiert euch, wenn ihr im Bus herumlauft", warnte Heidrun Fromelius die Schüler, die während der Vollbremsung angeschnallt waren.

Da 40 Prozent der Förderschüler öffentliche Busse oder einen Fahrdienst nutzen, kennen sie sich mi t dem Verhalten an Haltestellen gut aus, sagte die begleitende Klassenlehrerin Simona Gröbe. Verkehrserziehung gehöre zum Lehrplan, ergänzte Petra Welke, die mit der Klasse zur Erziehungshilfe teilnahm.

Das schon vorhandene Wissen der Schüler testete Heidrun Fromelius in einer Fragerunde. "Die Busschule sensibilisiert die Kinder im Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln und hilft ihnen, Gefahrensituationen zu erkennen", fasste Klassenlehrerin Simona Gröbe das für sie Wichtigste zusammen.