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| 02:39 Uhr

Vogelhochzeit im Schloss vermittelt Wissen über gefiederte Freunde

Silke Kühn zeigt den Kindern das Straußenei.
Silke Kühn zeigt den Kindern das Straußenei. FOTO: dcz1
Hoyerswerda/Lohsa. Das Vogelhochzeitsprogramm in Zoo und Schloss Hoyerswerda ist für die Kinder der vom Christlich-Sozialen Bildungswerk Sachsen (CSB) e.V. getragenen Integrativen Kindertagesstätte Märchenland aus Lohsa immer ein Höhepunkt. Katrin Demczenko/dcz1

So sorgten 13 Fünf- und Sechsjährige mit ihrer Erzieherin Beate Pahler und der Erzieherpraktikantin Anna Noack in Zoo und Schloss für Trubel.

Zuerst trugen sie mithilfe der Museumspädagogin Diana Schönig und dem schon erlernten Vogelhochzeitslied zusammen, das am 25. Januar die Drossel der Bräutigam ist und seine Braut die Amsel heiratet. Sarah freut sich schon auf das schicke Brautkleid, das sie dann tragen darf, und auf Matti, der den Vogelbräutigam darstellt. Natürlich haben die Kinder die Vögel in dem dieses Jahr besonders schneereichen Winter gut gefüttert und hoffen nun, von ihnen zur Vogelhochzeit eine süße Überraschung als Dankeschön zu bekommen. Leckere Teigvögel wird es zum Hochzeitsmahl im Kindergarten geben, das verriet Beate Pahler schon vorab.

Doch im Schloss stand für jedes Kind erst einmal das Basteln einer Dekoration aus buntem Papier auf dem Programm. Die Jungen und Mädchen schnitten mithilfe der anwesenden Erwachsenen Vögel und Blüten aus, bemalten sie, und beklebten die Vogelkörper mit feinen Schwanzfedern. Dann wurde alles auf einen langen Wollfaden aufgefädelt, damit es aufgehängt werden kann, erklärte Diana Schönig.

Nach dem Basteln wurde die Kita-Gruppe von der Zooschulleiterin Silke Kühn abgeholt, die ihnen den winterlich verschneiten Zoo zeigte. Die meisten Vögel wie die Singschwäne und die langbeinigen Rosaflamingos befanden sich wegen der Kälte in ihren Winterquartieren und waren nur durch Scheiben zu beobachten. Die Flamingos würden sich auch ihre dünnen Beine am Eis des teilweise zugefrorenen Wasserbeckens in ihrem Gehege verletzen, erfuhren die Kinder. Anders ist das bei den heimischen Stockenten, von denen eine ganze Gruppe schnatternd den teilweise zugefrorenen Zooteich bevölkerte. Sie frieren mit ihren Füßen auf dem Eis nicht fest, weil diese so kalt wie die Umgebung sind, erklärte Silke Kühn. Matti, Sarah und die anderen Kinder erkannten selbstständig die Federn des Pfaus und das ganz große Straußenei. Sie bekamen ein kleines blaues Ei der Blaumeise gezeigt und das kunstvolle Nest einer Amsel. "Sie baut es selbst aus kleinen Stöckchen und das ist eine ganz tolle Leistung für den einheimischen Vogel", sagte die Zooschulleiterin. Doch die Kinder durften zu ihrer Freude auch die Lamas und Ouessant-Schafe selbst füttern sowie die Sibirische Tigerin Irina besuchen. Diese Tierart liebt den Schnee und kennt die Winterkälte aus ihrer ursprünglichen Heimat Sibirien.

Vom 30. Januar bis zum 24. Februar, während der Winterferienzeiten in Brandenburg und Sachsen, bieten Zoo und Schloss gemeinsam ihr Winterprogramm an. Es beantwortet viele Fragen rund um das Leben der Zootiere in der kalten Jahreszeit. "Und im Schloss ist eine Schulstunde wie vor über 100 Jahren zu erleben", machte Diana Schönig aufmerksam.