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Vierbeiner auf dem Laufsteg

Freude pur herrscht nach der Bewertung bei Kerstin Dulz (55) und ihrem Großpudel. Die junge Hündin hat überzeugt.
Freude pur herrscht nach der Bewertung bei Kerstin Dulz (55) und ihrem Großpudel. Die junge Hündin hat überzeugt. FOTO: Anja Guhlan/ang1
Lauta. Gründlich und gewissenhaft prüft, bewertet und richtet die Zuchtrichterin Carmen Fischer aus Windischleuba über die 51 Pudel, die zur nunmehr 30. Schau in Lauta angetreten sind. Anja Guhlan / ang1

"Das ist eine gute und stabile Teilnehmerzahl", bemerkt Siegfried Höhne, der Schauleiter.

Einzeln werden die Pudel der Zuchtrichterin vorgestellt. Diese hat die Aufgabe festzustellen, ob die Tiere dem festgelegten Standard entsprechen. Jeder Hundebesitzer hofft für seinen Hund auf die Höchstformwertnote vorzüglich.

So tritt auch die 45-jährige Kerstin Thomas mit ihrer vier Jahre alten Hündin Lexi Brown Neraka mit der Startnummer 12 in den Wertungsring. Zwei Runden muss sie mit dem braunen Kleinpudel vor der Zuchtrichterin rennen. Carmen Fischer achtet dabei auf den Gesamteindruck und auf Gangart und Körperaufbau. Erst im zweiten Teil überprüft die Zuchtrichterin weitere Merkmale. Ist das Gebiss in Ordnung, stimmt die Dichte der Fellhaare, ist der Hund altersgerecht entwickelt? Auch müssen Körpermaße, die Kopfform und die Bemuskelung auf dem Wertungsbogen vermerkt werden. Am Ende bekommt der braune Kleinpudel ein Vorzüglich.

Kerstin Thomas ist zufrieden. "Obwohl meine Hündin heute nicht am Besten gelaufen ist. Aber Hunde sind ja auch nur Lebewesen und haben eine bestimmte Tagesform. Hauptsache es macht ihnen Spaß", sagt sie.

Ganz freudig nimmt auch die 55-jährige Kerstin Dulz aus Sangerhausen ihren Hund in den Arm und küsst diesen auf die Schnauze. "Sehr gut gemacht", lobt sie den weißen Großpudel als sie gemeinsam aus dem Wertungsring steigen. Die Hündin Annerose Forever King ist erst zehn Monate alt und nimmt in Lauta zum dritten Mal an einer Ausstellung teil. Noch tritt sie in der Jugendklasse an. "Wir üben noch", sagt Kerstin Dulz. Sie will die Hündin mit Spaß und Leidenschaft an das Präsentieren heranführen. "Denn solch ein Wettbewerb soll auch Spaß machen", sagt sie.

Dieser Meinung ist auch Harald Pachtmann aus Oberkrämer. Der 55-Jährige schickt an diesem Tag zwei Hündinnen ins Rennen. Momentan frisiert er die zwei Jahre alte Hündin Kosima Kate vom Wendenkönig. "Vorbereitung ist alles", schmunzelt er. Das silberne Fell wird aufgebürstet.

Nebenbei erklärt Harald Pachtmann, dass die Vorbereitungen schon Tage zuvor beginnen. Der Hund muss gewaschen und geschoren werden. Am Wettkampftag wird dann nochmal frisiert, geschnitten und eben das Fell aufgebürstet, damit es noch mehr Volumen bekommt. Denn auch die Felltextur geht in die Bewertung mit ein.

Am Ende verteilt Zuchtrichterin Carmen Fischer sehr viele Vorzüglich, was durchaus ihre Zufriedenheit zeigt. Die Entscheidung über die Festsetzung der Gewinner ist ihr dann letztlich doch schwer gefallen - aber am Ende gewinnt immer der Hund, der dem Standard am Nächsten kommt.