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Vier Stunden voller Zukunft

Hoyerswerda. Organisieren will gelernt sein. Das kann nicht jeder. Die Standplätze für die Aussteller müssen genau aufeinander abgestimmt sein. An die Versorgung ist zu denken. Informationspunkte sind Pflicht. Namensschilder darf man nicht vergessen. Denn auf soetwas wird heutzutage sehr geachtet. Von Uwe Schulz

Und wenn man schon einen Studieninformationstag organisiert, dann darf eine Pressekonferenz nicht fehlen. Man muss schon sagen – die Arbeit der Hoyerswerdaer Schüleragentur zur Beruflichen Frühorientierung ist ziemlich vielfältig.

Zwar wissen die derzeit neun Agenturleute Erwachsene an ihrer Seite, bekommen Unterstützung von der RAA Ostsachsen/Hoyerswerda und im Fall des Studieninformationstages natürlich vom Berufsschulzentrum „Konrad Zuse“, wo dieser am Dienstag stattfand. Alle zwei Jahre wird er organisiert. Dabei hat sich bewährt, dass er an einem Ort für alle Gymnasiasten ab Klasse 9 durchgeführt wird. „Die Universitäten kommen nicht vier Mal im Jahr in eine Stadt“, weiß BSZ-Schulleiter Wolfgang Gössel. Doch zu einer Präsentation, bei der man knapp 700 Schüler erreicht, das ist eine ganz andere Hausnummer.

Auch Pia Liebig von der Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur honoriert dieses Hoyerswerdaer Modell, das wohl ziemlich einmalig ist in der Region. Im Dezember 2010 schickte die Schüleragentur die ersten Anfragen raus, Anfang des Jahres hatte sie schon die Zusagen von 30 Bildungseinrichtungen. Auch 46 Vorträge konnten organisiert werden.

Die Auswahl an Studienrichtungen ist riesig groß. Kevin Haferland von der Schüleragentur weiß, dass es in Deutschland 8800 Grundstudiengänge gibt, zuzüglich der 4700 weiterführenden Studiengänge. Wer soll da durchsehen? „Wir haben die wichtigsten Studiengänge erfasst und die Universitäten eingeladen“, so Kevin Haferland weiter. Vier Stunden lang gab es gestern Vorträge, präsentierten sich die Unis und Hochschulen an ihren Ständen. Doch auch das will gelernt sein. Denn bei solchen Informationstagen gehen die Gespräche an den Infoständen selten von den Schülern aus.

Andererseits, so weiß eine Standbetreuerin aus Erfahrung, darf man auch nicht gleich auf die Interessenten einreden. Und so ist der Studieninformationstag ein Lernprozess in jeder Hinsicht.

Zum Thema:

Schüleragentur Gründung: 28. Mai 2001Mitarbeiter: Schüler der Klassen 8 bis 12 von Mittelschule, Gymnasien und der Schule zur Lernförderung – derzeit neun.Projekte: zusätzliche Berufspraktika, Infoveranstaltungen und im jährlichen Wechsel der Studieninformationstag sowie die Ausbildungsmesse.Kontakt: Die zwei Arbeitsgruppen der Agentur treffen sich Dienstag 14.30 Uhr und Mittwoch 15 Uhr im Haus III des Foucault-Gymnasiums Hoyerswer da.